Awista

Voranfrage positiv beschieden

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Weßling – Mit einer landkreiseigenen Müll-Umladestation auf Weßlinger Flur liebäugelt der Abfallwirtschaftsverband Starnberg (Awista).

Mehr Verkehr prophezeien Kritiker dieser Maßnahme. Dennoch wurde die Voranfrage in der jüngsten Ratssitzung positiv beschieden. Mit einer eigenen Müll-Umladestation in der Gemeinde Weßling soll die Monopol-Stellung von Remondis aufgehoben werden. In einer Voranfrage wollte AWISTA deshalb wissen, inwieweit das Ratsgremium den Planungsüberlegungen folgen kann. „Aus Sicht der AWISTA ist es wünschenswert, dass die vorgelegte Antragsplanung als vorläufige Orientierung einer noch abzuschließenden Entwurfsplanung zu betrachten ist“, erklärte Vize-Bürgermeister Michael Sturm. „Es hat bereits viele Gespräche gegeben. Es wurde auch versucht, Punkte herauszuarbeiten, wo AWISTA und Remondis zusammenarbeiten könnten. Leider hat das nicht geklappt.“ Als geeigneten Standort für eine landkreiseigene Umladestation schlug der Starnberger Abfallwirtschaftsverband ein Areal im bestehenden Kiesabbaugebiet nördlich der Autobahn München-Lindau in direkter Nachbarschaft zur Wertstoff- und Restmüll-Umladestation der Firma Remondis vor. Da das Areal zwar formell auf Weßlinger Flur, jedoch gefühlt näher zu Gilching liegt, wird der zusätzliche Verkehr mehr die Gilchinger als die Weßlinger treffen. Kritik übte in der Ratssitzung in Weßling unter anderem Petra Slawisch (Grüne). „Wenn eine zweite Umladestation kommt, bedeutet das auch mehr Verkehr“, mahnte sie. Des Weiteren bestehe die Gefahr, wenn AWISTA künftig für den Landkreismüll zuständig zeichnet, dass sich Remondis aus wirtschaftlichen Gründen um den Müll aus anderen Regionen bemühen wird. „Alle Welt redet davon, Müll einzusparen und wir schaffen die Möglichkeit für eine zweite Umladestation“, schimpfte Slawisch. Fraktionskollege Dr. Wolfgang Frieß machte zudem darauf aufmerksam, dass sich das gewünschte Areal im Landschaftsschutzgebiet befindet. „Wenn wir einer Herausnahme zustimmen, geht es Grundstück um Grundstück so weiter. Die Gemeinde Weßling hat bereits eine große Fläche für die Müllentsorgung zur Verfügung gestellt. Damit ist es meines Erachtens genug.“ Entwarnung gab Michael Sturm. „Wenn wir heute der Voranfrage zustimmen, verbauen wir uns nichts. Wir sollten uns aber die Möglichkeit offen halten. Danach können wir tun, was wir wollen, da die Entscheidungsgewalt letztendlich bei der Gemeinde bleibt“, erklärte er. Im Übrigen bestehe die Hoffnung, dass sich Remondis zurückzieht. „Wir können zwar Remondis nicht verbieten, von wo anders den Müll einzuholen. Die Firma könnte aber auch aufgeben. Beispiele dafür gibt es bereits.“ In der Beschlussvorlage stand zwar, der Voranfrage wird nicht zugestimmt. Da das Votum des Ratsgremiums jedoch mit einer Pattsituation 8:8 ausging, wurde die Anfrage der AWISTA als positiv gewertet. pop

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