B2-Tunnel

Erster Bauabschnitt soll starten

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Starnberg - Vertreter der Stadt Starnberg trafen sich mit Verkehrsminister Ramsauer wegen B2-Tunnel - Erster Bauabschnitt soll starten

Um das weitere Vorgehen bezüglich des B2 Entlastungstunnels zu besprechen, trafen sich Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger, sei Vize Ludwig Jägerhuber, sowie Verkehrsreferent Jürgen Busse am vergangenen Montag mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, dem CSU-Stimmkreisabgeordneten Alexander Radwan sowie dem Baudirektor im Bundesverkehrsministerium Gerhard Rühmkorf in München. Wie Stadtsprecher Karl Heinz Springer im Nachgang mitteilte, habe Ramsauer bei dem Treffen zugesagt, mit der Öffnung der Petersbrunner Straße und dem Ausbau der Münchner Straße bis zum nördlichen Tunnelportal, den ersten Bauabschnitt des planfestgestellten B2 Entlastungstunnels Starnberg, in einer vorgezogenen Maßnahme noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen. „Die Vertreter der Stadt Starnberg waren hocherfreut, dass nach 25-jähriger Planungszeit mit Beginn eines ersten Bauabschnittes, nun endlich ein entscheidender Meilenstein bei der Realisierung des B2 Tunnelprojektes gesetzt wird“, heißt es in der Pressemitteilung. Weniger euphorisch äußerte sich der SPD-Bundestags- und Stimmkreisabgeordnete Klaus Barthel über die Zusammenkunft: „Zum Ort des Treffens fällt einem nur die Frage ein, warum sich die Herrschaften nicht aus ihren Hinterzimmern heraustrauen, an den Ort des Geschehens“, moniert Barthel. Seit dem Amtsantritt von Schwarz-Gelb habe sich kein Vertreter der Spitze des Verkehrsministeriums auf den Weg nach Starnberg gewagt. „Der König der Spatenstiche Ramsauer versprüht Aktionismus und verspricht allen alles. Geld hat er keines, denn selbst sein Lieblingsprojekt, die Ausländermaut, würde mehr Geld kosten als es einbrächte. Er weiß auch, dass es nicht kommen wird“, so Barthel. Auch der Starnberger Bürgerinitiative „Pro Umfahrung - Contra Amtstunnel“ stoßen die Äußerungen Ramsauers sauer auf. In einer Presseerklärung wirft die BI Ramsauer vor, vor der Landes- und Starnberger CSU einzuknicken und seine bundespolitischen Prinzipien zu veraten. Die BI weißt darauf hin, dass Ramsauer noch vor ein paar Wochen unter anderem erklärt habe, dass ein vorgezogener Baubeginn nicht in Betracht komme und der Erhalt und die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur absoluten Vorrang vor Neubauprojekten habe. „Hier sehen wir, was Aussagen unserer Volksvertreter wert sind“, schreibt die BI und ist sich sicher: „Die Bürger, insbesondere unserer BI-Mitglieder, werden dies bei ihrer Wahlentscheidung zur Bundes- und Landtagswahl, aber besonders bei der Kommunalwahl zu werten wissen. Minister Ramsauer hat uns eine vorzügliche Steilvorlage geliefert.“ Auch liegt beim Verwaltungsgerichtshof eine Klage der BI gegen den B2-Planfeststellungsbeschluss wegen „nachgewiesener Funktionslosigkeit“ vor. „Üblicherweise wartet man unter Demokraten die Gerichtsentscheidung ab, insbesondere, da hinter der Klage, vertreten durch die BI, über 4.300 Starnberger Bürger stehen.“ Stefan Berger

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