Bader stellte Konzept vor

Das Projekt Kinderkrippe in Wörthsee soll auf Basis einer privaten Trägerschaft realisiert werden. Der Bedarf an Krippenplätzen ist groß und vielen Eltern dauert es zu lange, bis im Zuge des Neubaus der Grundschule Wörthsee eine gemeindliche Kinderkrippe entsteht. Seit 15 Jahren betreibt Karin Bader mit großem Erfolg Kindergärten und Kinderkrippen in privater Trägerschaft. Die Sozialpädagogin stellte Ende Oktober ihr Konzept dem Gemeinderat in Wörthsee vor.

Auf Initiative mehrerer Eltern wurde Bader eingeladen, um ihr Konzept einer privaten Kinderkrippe vorzustellen. Wie berichtet, war es der Gemeinde nicht möglich, wie ursprünglich angedacht zum Schuljahr 2010/11, eine Kinderkrippe im gemeindlichen Kindergarten einzurichten. Im Mittelpunkt der Einrichtungen stehen immer die Bedürfnisse der Kinder und die intensive Beratung und Einbindung der Eltern. In den Kinderkrippen werden Kinder von drei Monaten bis drei Jahre betreut. „Aus Erfahrung wissen wir, dass sich ein Mindestalter von zehn Monate anbietet“, so Karin Bader in der Sitzung. „Denk Mit!“ ist ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen, das sich auf Kinderbetreuungseinrichtungen spezialisiert hat. Unter der Dachorganisation „Denk mit!“ sieht der organi- satorische Aufbau neben der Einrichtungsleiterin, eine stell- vertretende Leiterin wie auch eine Gruppenleiterin vor. Die Einrichtungen betreuen Kinder mit bis zu vier Gruppen mit jeweils zwölf Kindern. In jeder Gruppe werden die Kinder von einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einer Ergänzungsfachkraft als Springerin betreut. Zusätzlich wird intensiv mit Heilpädagogen, Sprachtherapeuten und Psychologen zusammengearbeitet. Besonders großen Wert legt Karin Bader auf die Räume als so genannte Dritte Erzieher. „Eine warmherzige Raumatmosphäre und eine kindgerechte Gestaltung der Räume tragen wesentlich zum Wohlfühlen der Kinder bei“, sagte Bader. „Wir bieten entwicklungsgerechte, hochwertige Einrichtungsgegenstände und Spielmaterialien an.“ Genügend Freiraum zum Kriechen, Laufen und Hüpfen ist für sie genauso selbstverständlich wie klare Raumstrukturen. Die Kinder werden in den Krippen als aktive Mitgestalter gesehen. Zu den tragenden Säulen des Gesamtkonzepts gehört auch eine hohe Flexibilität bei den Betreuungszeiten, um Kind und Beruf bestmöglich zu verbinden. Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr. Feste Schließtage sind auf 20 Tage im Jahr begrenzt. Die Ganztagesverpflegung der Kinder umfasst ein warmes Mittagessen, das täglich frisch zubereitet wird, Frühstück und ein Nachmittagssnack. „Denk Mit!“ ist für das pädagogische Konzept und die Personalplanung verantwortlich. Sie arbeiten mit der ASTO Zukunftsimmobilien GmbH zusammen, die in dieser Partnerschaft die Gebäude für die Einrichtungen planen, finanzieren und errichten. Aufgabe der Kommunen ist es, ein geeignetes Grundstück zu stellen oder zu vermitteln, das von astofuture erworben und finanziert wird. Wie erfolgreich das Konzept ist, zeigt sich bei den jüngst errichteten Kinderkrippen im Aerospacecenter am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und in Eichenau. Bernd Schulte-Middelich, Geschäftsführer der ASTO Zukunftsimmobilien GmbH, unterstrich, dass es sich bei den Projekten Kinderkrippen um keine Renditeobjekt handelt. „Es ist unsere soziale Verantwortung, uns in diesem Bereich zu engagieren und es macht auch Spaß. Das wirtschaftliche Risiko liegt ganz bei uns.“ Als Besitzer des Gebäudes trage man auch den Erhaltungsaufwand. Auch in diesem Punkt kommen keine Kosten auf die Gemeinde zu. „Für uns ist es wichtig, dass wir in den Gemeinden willkommen sind“, sagte Schulte-Middelich. „Die Gemeinde ist unser Partner.“ Bürgermeister Peter Flach wollte wissen, ob ein Grundstücksverkauf auch ohne Aus- schreibung erfolgen könne. „Formal muss man es nicht mehr machen, aber zur Absicherung kann man eine machen“, erklärte Schulte-Middelich. „Wir stellen uns jedem Wettbewerb“. Der Rat beschloss, in einem zeitnahen Treffen die nächsten Schritte mit den Betreibern zu besprechen. „Wir sind auch offen für einen Besichtigungstermin in einer der Kinderkrippen, so Flach.

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