Bahnhof Nord

Weitere 165 Stellplätze geplant

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Starnberg – Pendler und S- Bahn-Fahrer, die morgens nach 8 Uhr auf dem Parkdeck am Bahnhof Nord in Starnberg ihr Auto abstellen wollen, haben meistens Pech: alles voll.

Das soll sich nun ändern. Mit nur einer Gegenstimme beschloss der Bauauschuss in seiner jüngsten Sitzung so schnell wie möglich, weitere 165 Stellplätze zu schaffen - durch ein zusätzliches Stockwerk auf dem bestehenden Parkdeck. Noch im Mai soll eine erste Entwurfsplanung auf dem Tisch liegen. Umgebaut werden kann das Parkdeck dann allerdings frühestens ab 2014. Geschätzte Kosten für die zusätzlichen Stellplätze: Rund 1,1 Millionen Euro - das entspricht 6.000 Euro pro Parkplatz. Bis auf CSU-Stadtrat Gerd Weger waren sich alle anderen Bauausschussmitglieder einig, dass generell zusätzlicher Parkraum am Bahnhof Nord absolut notwendig ist - und das so schnell wie möglich. Denn die Situation könnte sich noch weiter verschärfen, wenn der Regionalzughalt tatsächlich vom Bahnhof See an den nördlichen S-Bahn-Halt verlegt wird. Schon jetzt stehen Autos in Grünanlagen und auf Zufahrtsstraßen. Zur Entschärfung forderten Eva John (BMS) und Otto Gaßner (UWG), dass noch in diesem Jahr die Planungen für eine Aufstockung des Parkdecks abgeschlossen sind. Derzeit können dort 330 Autos parken. Die Verwaltung hatte eigentlich erst 2014 Haushaltsmittel für die Maßnahme bereit stellen wollen. Professor Günther Picker (WPS) schlug zur Finanzierung der „überfälligen Aufstockung “ vor, die nicht benötigten Mittel für Geothermie einzusetzen. Weniger begeistert zeigte sich dagegen Gerd Weger von dem Vorhaben: „ Damit pumpen wir nur zusätzlichen Verkehr in die dicht besiedelten Wohngebiete“. Er plädierte auch an diejenigen zu denken, die dort leben und schon jetzt über die Zustände stöhnen würden. Vizebürgermeister Ludwig Jägerhuber sprach sich zwar für die von FDP-Stadträtin Iris Ziebart beantragten Aufstockung des Parkdecks aus, wollte aber festgelegt haben, was für eine Maßnahme zur Verbesserung der Infrastruktur am Bahnhof Nord Vorrang hat. Jägerhuber nannte hier den Umbau des Bahnhofs-Vorplatzes am Haltepunkt Nord sowie die Verlegung des Regionalzughalts. Da man nun eine weitere Baustelle aufreiße, müsse man zur Vermeidung von Salami-Taktik eine Prioritätenliste erstellen, forderte Jägerhuber. Außerdem wollte er untersucht haben, ob trotz Pardeckaufstockung auch weiterhin ein Solardach möglich ist. Bevor das Parkdeck tatsächlich ein weieteres Stockwerk erhält, muss nun als erstes die Statik genauer geprüft werden. Grundsätzlich ist die Baumaßnahme zwar möglich. Einen Wermutstropen gibt es allerdings. Eventuell müssen die unteren Geschoße durch zusätzliche Stützen verstärkt werden. Beim Bau des bisherigen Parkdecks war eine andere Betonschicht aufgebracht worden als in der Planung vorgesehen. Folge: Diese Schicht verringert nun die möglichen zusätzlichen Lasten der Aufstockung. aj

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