Beratungen über einen Skaterplatz in Finanzausschuss verschoben

Von einem Skaterplatz wie auch einem Badefloß träumen die Jugendlichen in Wörthsee schon lange. Diese beiden Einrichtungen stehen ganz oben auf der Wunschliste, wie die erste Jungbürgerversammlung im Oktober vergangenen Jahres zeigte. Um den Jugendlichen einen ihrer Träume zu erfüllen, nahm sich die SPD/Parteifreie dem Thema an und beantragte jüngst die Errichtung eines Skaterplatzes.

Diese Sportart ist auch keine vorübergehende Modeerscheinung, so Antragstellerin Christel Muggenthal. Sie hat sich bei Jugendlichen längst etabliert. Der Platz würde vor allem von Zehn- bis 16-Jährigen genutzt. Als mögliche Orte bieten sich aus Sicht von Muggenthal die Fläche des ehemaligen Wertstoffhofes an der S-Bahn an oder eine auf dem neu zu planenden Schulgelände. Rund 20.000 Euro kostet eine solche Anlage. Bürgermeister Peter Flach schlug, vor den Antrag in die Haushaltsberatung mit ein zu bringen. „Mit 20.000 Euro ist es nicht getan“, betonte das Gemeindeoberhaupt in der ersten Ratssitzung im neuen Jahr. In den Kosten nicht enthalten ist eine Einzäunung. Diese diene jedoch zum Schutz des Geländes vor Vandalismus. „Wir wissen auch nicht, wo wir sie hinstellen sollen. Öffentlich sollte es sein.“ Vorstellbar wäre der Standort am Sportlerheim. Hier befürchtete Sportreferent Josef Wittenberger angesichts der Lärmbelästigung durch das Kleinspielfeld Ärger mit den Anwohnern. Was den Lärm betrifft, so hatte sich Muggenthal im Vorfeld informiert und Angebote von Firmen eingeholt, deren Skateanlagen sehr geräuscharm sind. Dass die Gemeinde für diese Altersgruppe unbedingt etwas tun muss, fand auch Gemeinderat Rudi Gutjahr (Freie Wähler). Arthur Schnorfeil (SPD) stimmte dem zu. „Wir müssen die Anregungen aus der Jungbürgerversammlung ernst nehmen und entsprechend handeln. Wenn die Jugendlichen sehen, dass nichts passiert, brauchen wir uns nicht über Politikverdrossenheit wundern“. Roswitha Gahn plädierte für den Platz an der S-Bahn in Steinebach. „Die Skater wollen schließlich zeigen, was sie können.“ Deshalb wäre der Platz an der S-Bahn für die Grünen-Politikerin sehr geeignet. Der Standort an der S-Bahn kam für Flach nur mit Zaun in Frage, sonst sei die Gefahr zu groß. „Ich bin der Letzte der dagegen sein wird“, stellt der Rathauschef klar. „Den Ärger muss ich tragen.“ Für die Jugendreferentin war der Antrag nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten zu prüfen. Grundsätzlich stellte sich die Frage, „ob wir etwas für die Jugendlichen tun wollen.“ Für andere Investitionen wie einen neuen Kiosk am Birkenweg sei die Gemeinde bereit 150.000 Euro aus zugeben. „Da heißt es dann, wir leisten es uns, weil wir es wollen. Außer dem Jugendhaus bieten wir unseren Jugendlichen keine weiteren Freizeitplätze im Ort bedenkt.“ Wichtig sei, „dass wir ihnen jetzt etwas bieten, egal ob einen Beach- oder Skaterplatz. Schließlich muss nicht alles in einem Verein abgedeckt werden“, äußerte Schnorfeil, „wir brauchen individuelle Freizeitmöglichkeiten.“ Flach unterstützte den Gedanken und wird den Antrag dem Finanzausschuss weiterreichen.

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