Betreiber fehlt das Personal

Etwas schmucklos: der neue Hort hinter der evangelischen Kirche St. Johannes bietet 50 Kinder Platz. Foto: Polster

Mit einem Fest wurde am Samstag die Einweihung des neuen Horts in Gilching gefeiert. In die frei werdenden Container am Festplatz soll nun ab Herbst ein Kindergarten einziehen. Doch noch fehlt geeignetes Personal.

Die Kinderbetreuung in Gilching ist mit eines der Schwerpunktthemen, die den Gemeinderat stets aufs Neue beschäftigen. Unter anderem auch deshalb, weil durch ein kompliziertes Anmelde-Verfahren der Bedarf an Betreuungsplätzen nur ungenau zu ermitteln war und sich im Frühjahr herausstellte, dass trotz Schaffung neuer Einrichtungen 50 Kindergartenplätze fehlen. Als Interimslösung wurde von Bürgermeister Manfred Walter angeboten, bis zur Fertigstellung des neuen Kinderzentrums am Abenteuerspielplatz die frei gewordene Container-Anlage am Festplatz zu nutzen. In einem Auswahlverfahren entschied der Gemeinderat, die Trägerschaft an KinderArt aus Berg zu vergeben. Voraussetzung war, bereits ab September startklar zu sein, um einen reibungslosen Kindergartenbetrieb in der Containeranlage zu gewährleisten. Nun teilte KinderArt den überraschten Eltern mit, dass mangels Personal der zugesicherte Kindergartenplatz zum September in Frage steht. „Für uns wäre dies eine Katastrophe, weil wir beide berufstätig sind“, ärgert sich die Mutter eines Dreijährigen. Zumal sie den Platz in der Kinderkrippe bereits gekündigt hatte. „Es stimmt, KinderArt hat den Eltern mitgeteilt, dass es zu einem Engpass kommen könnte. Noch aber steht nichts fest“, sagte Bürgermeister Manfred Walter auf Anfrage. Am Donnerstag gebe es erst einmal ein klärendes Gespräch mit dem Betreiber. „Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und, sollte sich der Personalengpass bewahrheiten, nach einer guten Lösung zu suchen. Wir werden alles tun, die Eltern nicht im Regen stehen zu lassen.“ Glücklich schätzten sich die Eltern, die am Samstag den Einzug ihrer Sprösslinge im neuen Hort an der Karolinger Straße feierten. Wie berichtet, hat die evangelische Kirche die Trägerschaft übernommen. „Für die Bereitschaft, sofort zuzusagen, gilt ihnen mein besonderer Dank“, richtete Walter die Worte an Pfarrerin Dorothea Bezzel. Bei der Schlüsselübergabe überreichte Architekt Achim Füllemann den Kindern anstatt des traditionellen Schlüssels einen symbolischen Zahlencode, der künftig Tür und Tor öffnet. „Der echte Zahlencode aber blieb geheim“, versicherte Walter.

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