Bodendenkmal St. Benedikt in Starnberg feierlich eingeweiht

Das Bodendenkmal St. Benedikt ist seit kurzem geöffnet und informiert Besucher über die Vergangenheit von Starnberg. Foto: Jaksch

Seit kurzem ist die Stadt Starnberg um eine historische Attraktion reicher: Mit einem feierlichen Festakt wurde das Bodendenkmal Sankt Benedikt neben dem Museum Starnberger See eingeweiht. In dem archäologischen Garten können Besucher nun eine Zeitreise in die Vergangenheit Starnbergs machen. Durch den überraschenden Fund im Jahre 2007 wurde die Stadt gleich mehrere Jahrhunderte älter als ursprünglich angenommen. Die Spuren reichen bis ins frühe Mittelalter zurück.

Das Starnberger Bodendenkmal Sankt Benedikt gehört zu den ältesten Überresten eines Kirchenbaus. Insgesamt wurden bei den Bauarbeiten zu einem Wohn- und Geschäftshaus vor drei Jahren auf dem Nachbargrundstück des Museums Kirchenreste aus drei mittelalterlichen Bauphasen sowie ein Friedhof entdeckt. Die erste Kirche wird auf Mitte des 7. Jahrhunderts datiert. Bisher hatte man angenommen, dass die Kirche Sankt Benedikt als älteste Zeugnis einer Besiedelung Starnbergs gilt – die Entstehung ihrer Grundmauern wird bis ins 10. Jahrhundert datiert. Im Zuge der Ausgrabungen wurden auch rund 330 Gebeine gefunden, die zum größten Teil auf dem Friedhof St. Josef beigesetzt wurden oder aber zu wissenschaftlichen Untersuchungen in die Paläoanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität gebracht wurden. Weil es zu aufwändig gewesen wäre, das 2007 gefundene Bodendenkmal zu konservieren, wurden die Grabungen nach den archäologischen Untersuchungen wieder zugeschüttet. Eine Neuinterpretation der historischen Situation zeigt Besuchern nun die historischen Grundrisse aus den verschiedenen Epochen anhand unterschiedlicher Materialien und Höhen. Zudem erfahren Interessierte auf fünf gläsernen Info-Stelen alles Wissenswerte über das älteste Zeugnis der Besiedelung Starnbergs.

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