Landratsamt Starnberg

EDV und Brandschutz muss erneuert werden

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Einen neuen Serverraum soll die Kreisbehörde bekommen. Die heutige Anlage stößt an ihre Kapazitätsgrenzen.

Starnberg – Das Landratsamt an der Badstraße kommt langsam in die Jahre. Zumindest was die Elektrotechnik und die Kommunikationsmittel wie Telefonanlage und EDV betrifft.

Der Kreis-Bauausschuss beschäftigte sich nun mit der Sanierung und Ertüchtigung dieser Bereiche.

Vor über einem Viertel Jahrhundert wurde das Verwaltungsgebäude geplant – damals ohne EDV. In den 1990er Jahren wurde das Landratsamt von den Entwicklungen eingeholt und entsprechend aufgerüstet. Heute steht im Keller ein Server, der schon seit langem an seine Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Neben einem zweiten Serverraum (und der Ertüchtigung des vorhanden) soll die USV-Anlage (unterbrechungsfreie Stromver- sorgung) erneuert, zwei zusätzliche Informations- und Kommunikations-Verteilerräume installiert, die Datenübertragungsnetze (auch WLAN) ausgebaut und die Blitzschutz- und Erdungsanlage saniert werden. Kreiskämmerin Eva John rechnet dem Ausschuss Kosten von rund 2,5 Millionen Euro vor, die auf die Haushaltsjahre 2013 und 2014 verteilt werden sollen. „Diese Investitionen sind leider notwendig“, betonte Vize-Landrat Albert Luppart, „das ist kein Luxus“. Freilich hätte ihn die „Zahlen auch geschockt“, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber stoßen bei ihrer täglichen Arbeit an die Grenzen. Im Zuge der Einführung der „E-Akte“ (im Sommer beschlossen; Kosten rund 800.000 Euro; d.Red.) sollen jetzt auch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um später einmal einen Großteil der Dokumentation und Aktenpflege elektronisch abwickeln zu können.

Auch die elektrotechnischen Anlagen der Kreisbehörde wie die Notstromversorgung, Sicherheitsbeleuchtung, Brandschutz und die Hauptverteilung müssen dringend erneuert werden. Außerdem soll das Gebäude Energie effizienter ausgerüstet werden. „Wir können nicht immer von der Energiewende sprechen und selber machen wir nichts“, fasste Luppart zusammen.

Um den Mitarbeitern eine drei- bis vierjährige Dauerbaustelle nicht zumuten zu müssen, empfahl Kreiskämmerin John dem Ausschuss, alle Arbeiten in einem Zug durchzuführen. Hinzu kommen 2,36 Millionen Euro. „Ich habe den Eindruck, wenn die öffentliche Hand etwas ausschreibt, wird’s immer teurer“, wunderte sich CSU-Kreisrat Helmut Wagner über die Summe. „Für knapp fünf Millionen Euro stelle ich einen ganzen Wohnblock hin.“ John entgegnete, man habe in dem 12.000 Quadratmeter großen Landratsamt über 130 Kilometer Starkstromleitung und rund 105 Kilometer Schwachstromkabel, diese zu erneuern koste Geld und sei nicht mit Ausgaben für einen Privathaushalt vergleichbar. Wagners Fraktionskollege Stefan Frey monierte die fehlenden Planungskosten. „Das macht noch einmal einen sechsstelligen Betrag aus“, so Frey, den er in den Unterlagen aufgeführt haben möchte. Und der Pöckinger Bürgermeister Rainer Schnitzler (PWG) sah bei den Ausgaben des Kreises gar die Umlage der Gemeinden schon steigen. „In unseren Rathäusern haben wir es teilweise mit wesentlich älteren Elektroanlagen zu tun“, so Schnitzler, eine Erneuerung dieser verzögere sich bei den Ausgaben fürs Landratsamt. Trotz der hohen Summen folgte man im Bauausschuss einstimmig Johns Vorschlag, dem Kreistag eine möglichst rasche Ausschreibung der Leistungen zu empfehlen. Die Arbeiten selbst sollen möglichst außerhalb des Dienstbetriebs durchgeführt werden und könnten im nächsten Jahr bereits in Angriff genommen werden. Oliver Puls

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