Bürger sollen mithelfen

Für die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für das westliche Fünfseeland stehen als nächste Schritte die Organisation und Durchführung zweier Klimaschutzkonferenzen im Mittelpunkt. Ziel des Konzeptes ist ein Zukunftsprogramm zu entwickeln und umzusetzen für eine energiestarke Region. Mit dem Konzept „sollen die Weichen gestellt werden für ein verstärktes Engagement in Sachen Klimaschutz, Ausbau Erneuerbarer Energien (Sonnenkraft, Windkraft, Bioenergie, Wasserkraft) und Reduktion des CO-2-Ausstoßes im Zuständigkeitsbereich der AWA-Ammersee - für die Gemeinden Andechs, Weßling, Herrsching, Inning, Pähl, Wielenbach, Wörthsee und Seefeld“, betonte Bürgermeister Peter Flach im Februar.

Wie berichtet werden die Kommunen fachlich begleitet von der AWA-Ammersee und den beiden Büros IDENITÄT & IMAGE Coaching AG, Büro Weßling und der Green City Energy GmbH, München. Angestrebt wird ein Umbau der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien. Über die weitere Vorgehensweise und Inhalte des Konzeptes informierte Manfred Miosga vom Büro IDENTITÄT & IMAGE Coaching AG in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Für den Erfolg des Konzeptes brauchen wir Mitstreiter im Gemeinderat.“ Im Moment befinde man sich in der „Sondierungsphase“ zur Klärung der Ausgangslage. „Was gibt’s. Was ist da?“ Erste Ergebnisse werden in einer Auftaktveranstaltung präsentiert. Als nächster Baustein sieht das integrierte Klimaschutzkonzept die Erstellung eines Energieatlas vor im Sinne einer Grobanalyse des Ist-Energieverbrauchs und des zukünftigen Energiebedarfs. Hierzu werden zwei Klimaschutzkonferenzen anberaumt. Für die beiden Veranstaltungen am 9./10. Oktober und am 27./28. November soll auch die Gemeinde Wörthsee ein bis zwei Teilnehmer für jedes Handlungsfeld vorschlagen. Gesucht werden fachkundige Bürger aus den Bereichen 1. Geothermie/Nahwärme/Biomasse, 2. Kommunales Management, 3. Verbraucherverhalten /Bewusstseinsbildung, 4. Erneuerbare Energien, 5. Wasserver-/ Abwasserentsorgung, 6. Private Haushalte/Bauleitplanung, 7. Verkehr und Mobilität und 8. Gewerbe/Industrie/Handel/ Dienstleistungen. Die beiden Konferenzen sind sozusagen das Herzstück des Masterplans, da hier die Ziele gesteckt werden und Projektvorschläge erarbeitet werden. 64 Personen aus acht Kommunen entwickeln dort „Ideen und Impulse“. Die Teilnehmer sollen Sachkenntnis und innovative Ideen in dem jeweiligen Bereich haben. Gefragt sind Architekten, Bauleitplaner, Hausmeister, Handwerker, Mietervereine, Umweltverbände, Waldbauern, MVV, ADAC, IHK, VHS, Schulen, Hochschulen, Verbraucherverbände, Unternehmen, Straßenbauamt, Bauamt, Wasserzweckverband, Energiewendevereine, Ingenieurbüros wie auch Gemeinderäte. „Für den Erfolg dieses mutigen Projektes brauchen wir die Unterstützung und das Know-how der Bürger,“ so Miosga. In der ersten Konferenz beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Ist-Situation und zukünftigen Herausforderungen. „Und was wir heute schon tun, um diesen zu begegnen. Diskutiert werden auch Visionen für die Zukunft um zu klären, wo wollen wir im Jahr 2020 stehen?“ In der zweiten Konferenz wird dann konkret an Zielen, Strategien, Maßnahmen und Projekten gearbeitet. Die erste Auftaktveranstaltung findet am 8. Oktober wahrscheinlich in Seefeld statt. „Hierzu wollen wir auch die Bürger einladen, die einen inhaltlichen Beitrag zu den acht Themenfelder leisten können.“ Wörthsee wird bei der Konferenz von den beiden Gemeinderäten Gerhard Grobbel (Grüne) und Josef Wittenberger (CSU) vertreten sowie von Oliver Rose, Mitglied des kürzlich gegründeten örtlichen Energiewendevereins. Dies beschloss der Rat einstimmig. Andere Teilnehmer sind noch auszuwählen. Der Eigenanteil der Gemeinde Wörthsee an dem Projekt abzüglich Förderung von Bund und AWA liegt bei 1.200 Euro, so Bürgermeister Flach.

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