Asphaltmischanlagen

TSV-Vorstand erteilte Absage

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Die „Bürgerinitiative für umweltfreundliche Asphaltmischanlagen“ durfte nicht im Stüberl des TSV-Sportlerheims tagen. Der TSV Vorstand wollte Rücksicht auf seine Mitglieder nehmen und befürchtete eine weitere Demonstration.

Gilching – Skurrile Blüten treibt der Widerstand gegen die zwei Asphaltmischanlagen im Gilchinger Ortsteil St. Gilgen. Die „Bürgerinitiative für umweltfreundliche Asphaltmischanlagen“ (BUA) ist auf Herbergssuche.

Wie berichtet, platzte der von Bürgermeister Manfred Walter initiierte Runde Tisch bei seinem zweiten Treffen. Mitglieder der Bürgerinitiative hatten vor dem Rathaus demonstriert, dazu auch Kinder mit Totenmasken dabei gehabt. In der jüngsten Ratssitzung nun monierte Peter Unger (Grüne), dass die BI im Stüberl des TSV-Sportlerheims eine Versammlung abhalten wollte, jedoch eine Absage seitens des TSV-Vorstandes erteilt wurde. Der Grünen-Rat kündigte an, diese TSV-Entscheidung rechtlich prüfen zu lassen. Dem sieht TSV-Vorsitzender Peter Kramer gelassen entgegen. „Wir haben das Hausrecht für das Stüberl und wir müssen auch Rücksicht auf unsere Mitglieder und unsere vielen Sport treibenden Kinder nehmen“, erklärte er auf Anfrage. Nachdem Kramer von dem Vorfall am Rathaus gehört hatte, befürchtete er, dass die BI auch am TSV-Sportlerheim demonstrieren wolle. „Wir konnten es jedenfalls nicht ausschließen, dass hier Kinder mit Totenmasken rumlaufen und eventuell auch Autos unserer Mitglieder demoliert werden“, so Kramer. „Obwohl ja nicht feststeht, wer die Autos der Rathausmitarbeiter mit Feuerlöschschaum übersprüht hat.“ Unger will nun nicht nur diesen Vorfall prüfen lassen. Er hat zudem Antrag gestellt, dass bei der Auftragsvergabe für künftige Baumaßnahmen die Bauunternehmer ausgeschlossen werden, die Asphalt aus den zwei Gilchinger Mischanlagen beziehen. Ungers Informationen zufolge, verbreiten die zwei heimischen Anlagen Krebs erregende Stoffe, die sowohl für die Gilchinger wie auch für die Weßlinger Bürger gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. 

Ein Vorwurf, der so nicht haltbar sei, sagte Bürgermeister Walter. „Ungers Antrag wird zwar im neuen Jahr behandelt. Bis dahin aber muss Unger seine Behauptungen nachweisen und entsprechende Unterlagen vorlegen“, so der Rathauschef. „Es wurden bereits 

mehrere Gutachten, unter anderem vom TÜV Süd, gemacht und nicht ein einziges Mal ähnliches festgestellt.“ Zudem soll Unger eine Liste mit komplett emissionsfreien Asphaltmischanlagen vorlegen. Walter: „Ich kenne keine einzige. Bin gespannt, wo Herr Unger eine findet. Die Alternative wäre, künftig keine Schlaglöcher mehr zuzumachen und auch keine neuen Straßen zu bauen.“ pop

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