Bundestagswahl 2017

Kreis-FDP nominiert Hundesrügge

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Landkreis – Der FDP-Kreisverband Starnberg hat Britta Hundesrügge als Direktkandidatin für die nächsten Bundestagswahlen nominiert.

Die 49-jährige Gautingerin tritt im neu zusammengesetzten Wahlkreis 224, der die Landkreise Starnberg, Landsberg sowie die Stadt Germering umfasst, die Nachfolge von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger an, die nach 23 Jahren im Bundestag nicht mehr kandidierte. Über 90 Prozent der Stimmen konnte Hundesrügge bei der Aufstellungsversammlung vergangene Woche in Stegen auf sich vereinen. „Ich freue mich über einen so großen Zuspruch“, sagte die Hörfunk- und Fernsehjournalistin. Die Nachfolge der ehemaligen Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger anzutreten, sei eine „große Ehre und gleichzeitig eine große Herausforderung“. Themenschwerpunkte der dreifachen Mutter werden im Wahlkampf die Wahrung kommunalpolitischer Interessen, die Entwicklung der heimischen Wirtschaft in Kombination von Ökonomie und Ökologie sowie die Bildungspolitik sein. Dafür kämpfe sie mit großer Leidenschaft. „Auf kommunaler Ebene für das Gymnasium in Herrsching, auf Landesebene für die Schule in eigener Verantwortung und mehr Lehrer, damit individuelles Lernen möglich ist und auf Bundesebene für die Ausstattung der Schulen und hohe Bildungsstandards“, sagte Hundesrügge in ihrer Bewerbungsrede. „Wir brauchen Schulabschlüsse, die in der ganzen Republik anerkannt sind, hohe Standards haben.“ Gut ausgebildete junge Menschen seien die einzige Ressource, die man habe und die nicht verschleudert werden dürfe. „Die Digitalisierung macht am Schultor nicht halt“, so Hundesrügge und forderte: „Laptops, Tablets gehören zur Ausstattung einer Schule dazu.“ Es sei Aufgabe der Politik die Standards zu setzen und die Voraussetzungen für die beste Bildung zu schaffen, damit die Schulen dann in eigener Verantwortung mit der Methodik und Didaktik, die zu den Schülern passt, den größtmöglichen Lernerfolg erzielen. Dies beginne bereits in der frühkindlichen Bildung. „Von einer Einheitsschule halten wir Freien Demokraten nichts“, betonte die Gautingerin, „denn wir wollen Chancengerechtigkeit aber keine Gleichmacherei.“ Deutliche Worte fand Hundesrügge auch zur Flüchtlingskrise. „Die Kommunen werden finanziell im Stich gelassen“, kritisierte die 49-Jährige. „In meiner Gemeinde mussten die Grundsteuern erhöht werden, wir haben als einzige Fraktion dagegen gestimmt.“ Es könne ihrer Ansicht nach nicht sein, dass in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen im Bund, die Kommunen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Hier fehle eine klare Bundespolitik und zur Klarheit gehöre auch, dass man die Wahrheit sage. „Der überwiegende Teil der Flüchtlinge wird nicht zur Behebung des Fachkräftemangels beitragen, weil die schulische Bildung zu gering ist“, so Hundesrügge. Damit überhaupt eine Beschäftigung möglich sei, werden Qualifizierungsmaßnahmen benötigt. „Das wiederum ist mit einem Mindestlohn für die Wirtschaftsunternehmen uninteressant, deshalb geht es nur mit einem Kombilohn“, so die Gautingerin, die zudem forderte, dass Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückgehen müssen, wenn dort keine Gefahr für Leib und Leben bestehe. „Wir brauchen Fachkräfte und wir brauchen eine qualifizierte Zuwanderung. Dafür steht die FDP.“ sb

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