Caritas Verband

Betreuungsbedarf wächst

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Starnberg – „2395 Personen informiert, beraten, betreut“.

Der Caritasverband Starnberg verzeichnet auf Grund der allgemeinen sozialen und demografischen Entwicklung wachsenden Bedarf in allen Betreuungsbereichen - Stadtrat und Caritas-Rat Gerd Weger sprach in seinen Dankesworten bei der Mitgliederversammlung von „Knochenarbeit“, für die bei den Mitarbeitern „ein enormer Schub an täglicher Motivation“ erforderlich sei. Der Vorsitzende Heinrich Frey und sein Stellvertreter Gerhard Dix wurden ebenso einstimmig wiedergewählt wie der komplette Beirat; auch beim Haushaltsentwurf für 2013 gilt Kontinuität. Das Leistungsprofil der Starnberger Caritas mit seinen offiziell 26 Kostenstellen und zahlreichen ehrenamtlich Tätigen werde immer vielfältiger, berichtete Geschäftsführer Max Gerl bei der Versammlung: „Formular-Hilfe“ im Umgang mit Behörden werde zunehmend nachgefragt, so Gerl, aber auch gestrandete Migranten aus Osteuropa oder Integrationshilfen für Asylbewerber seien immer mehr ein Thema. „Menschen, die zu uns kommen, erhalten zunächst ein Erstgespräch, und wir versuchen dabei herauszufinden, wo es fehlt.“ Ratsuchende werden dann an zuständige Stellen und Behörden weiter geleitet, aber bei diesen Kontakten häufig auch in der Folge betreut – mit der Schaffung einer zusätzlichen Halbtagsstelle trägt die Caritas Starnberg dem Rechnung. Zum Spektrum des Angebots gehören neben dem heuer in Starnberg eingerichteten Seniorentreff ein von der Gemeinde Gilching entwickeltes Obdachlosen-Projekt, sogenannte Einmal-Hilfen für in Not geratene Klienten oder auch betreute Einzelfälle wie jener eines Behinderten im Berichtsjahr 2012, für den der Starnberger Caritasverband rund 40.000 Euro als „Durchlaufposten“ sammelte – ohne diese weiter gereichten Mittel bewegt sich das Aufkommen durch Caritas-Sammlung, Spenden und Mit-gliedsbeiträge auch im Etat 2013 (47.350 Euro) wieder in der gewohnten Größenordnung. Durch Umstrukturierungen bei den Fördermitteln des Bezirks Oberbayern beziehungsweise des Freistaats Bayern mussten auch Einschränkungen der täglichen Arbeit verkraftet werden – etwa beim seit einigen Jahren sehr erfolgreich laufenden Sozialkaufhaus, das außer einem „sehr attraktiven Sortiment“ (1. Vorsitzender Heinrich Frey) zugleich vier Arbeitsstellen geschaffen hat: „Beide Fahrer konnten bleiben, aber jeweils nur als Halbtagskräfte“, so Gerl. Inklusive dieser Projektförderung in Zusammenarbeit mit dem Starnberger Job-Center bewegte die Caritas im Berichtsjahr 2012 exakt gleiche Einnahmen/Ausgaben von knapp 1,2 Millionen Euro – bei Rücklagenentnahme von 26.334 Euro; der Etat-Entwurf für 2013 (Ausgaben: 1,045 Millionen. Euro, Einnahmen: 1,10 Millionen Euro) soll eine leichte Konsolidierung bringen: 2012 hatte man finanzielle Hilfen in Höhe von 78.789 Euro plus Sachhilfe für über 1.000 Familien und Einzelpersonen geleistet. Doch es ist auch 2013 damit zu rechnen, dass zum Beispiel wegen des Hochwassers wieder Sonderaktionen und durchlaufende Spenden-Posten im Haushalt auftauchen. mps

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