Diskussion nimmt kein Ende

Am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen sind noch rund 550.000 Quadratmeter Gewerbeflächen in Planung. Foto: Polster

Die Diskussion um den Aldi-Standort im westlichen Landkreis nimmt kein Ende. Gilchings Bürgermeister Manfred Walter begründete seine Absage unter anderem mit dem Argument, dass am Flughafen noch rund 550.000 Quadratmeter Gewerbeflächen in Planung sind.

Er werde immer wieder von Bürgern angesprochen, die nicht verstehen, dass die Gemeinde dem Aldi-Logistikzentrum eine Absage erteilt hat, sagte Bürgermeister Manfred Walter auf einer SPD-Veranstaltung in Gilching. „Da wird vorgeworfen, dass wir auf 500.000 Euro Steuergelder verzichten, auf der anderen Seite aber kein Geld für größere Projekte mehr da ist.“ Seiner Meinung nach aber, und dieser Argumentation folgte auch das Ratsgremium, dürfe man einer gigantischen Gewerbeansiedlung zwischen Gilching Süd und Gauting nicht Tür und Tor öffnen. Er zeigte sich zudem überzeugt, dass das Vorhaben Aldi auch auf Gautinger Flur keine Chance hat. Immerhin geht es um ein Bauvorhaben mit 50.000 Quadratmetern. Walter wies zudem darauf hin, dass auf dem Gelände Sonderflughafen Oberpfaffenhofen laut Planfeststellungsbeschluss Platz für gigantische Gewerbebetriebe sein wird. Durch die Neuausweisung soll die bebaute Fläche von derzeit 142.975 Quadratmeter auf insgesamt 367.975 Quadratmeter bebaubare Fläche steigen. Die genehmigte Geschoßfläche ist mit rund 547.000 Quadratmeter angegeben. Die aktuell bebaute Fläche liegt bei rund 200.000 Quadratmeter. Was tatsächlich auf dem Gelände passieren wird, darüber lässt sich die EADS als Eigner des Areals nicht aus. Bekannt ist nur so viel, dass zum Jahr 2017 sämtliche Verträge auslaufen, auch die der Edmo-Flughafenbetreibergesellschaft und die der RUAG. Gerüchte sagen, dass bereits kräftig daran gearbeitet wird, geeignete Unternehmen zu finden. Ob das Gelände dann weiterhin auch noch als Flughafen genutzt wird, steht in den Sternen.

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