Energiepreis-Verleihung

Der "Grundler Hof" ist Vorbild

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Landrat Karl Roth (l.) zeichnete im Beisein von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (6.v.r.) zum fünften Mal acht Finalisten für ihre vorbildlichen Umweltprojekte aus.

Gauting – Der Energiepreis 2013 des Landkreises Starnberg geht an den „Grundler Hof“ in Wörthsee. Der Steinebacher Paul Grundler wurde während einer Feierstunde am vergangenen Sonntag im Gautinger Rathaus für die energetische Ausrichtung seines Öko-Bauernhofes ausgezeichnet.

Den zweiten Preis bekam die Gemeinde Weßling und das Architekturbüro Slawisch für die energetische Sanierung der Weßlinger Sporthalle überreicht. Der dritte Preis ging an Alois Weindler aus Berg-Farchach für sein Öko-Haus mit zentraler Energieversorgung. Zu der Festveranstaltung, die im Rahmen der zweitägigen Gautinger Energiespartage stattfand, konnte Landrat Karl Roth auch Bayerns neue Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) begrüßen, die in ihrem Grußwort über die Chancen und Notwendigkeit der Energiewende, aber auch über die noch zu lösenden Knackpunkte sprach. Zum fünften Mal hat der Landkreis Starnberg den mit 2.500 Euro dotierten Energiepreis vergeben, um so positive Beispiele bekannt zu machen und zum Nachahmen anzuregen. Bereits im Sommer 2013 waren Privatpersonen, Unternehmen sowie Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen und Institutionen aufgerufen worden, sich mit ihren Initiativen im Bereich der Energieeinsparung und Energieeffizienz zu bewerben. Aus den insgesamt 13 eingegangenen Umweltprojekten hatte dann eine Jury acht Finalisten herausgefiltert. Durchsetzen konnte sich letztendlich Paul Grundler. Seine Landwirtschaft mit Ferienwohnungen in Steinebach ist seit 2002 ein Ökobetrieb. Seinen Energiebedarf produziert der Familienbetrieb fast zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien – mit Solarstrom sowie Hackschnitzelanlage und mit rasch nachwachsendem Pappelholz. Damit ist der Betrieb energetisch praktisch autark. Mit Elektro-Auto und einem Pedelec-Verleih an seine Urlaubsgäste setzt Gundler auch in punkto Mobiliät auf Ökologie.

Über den zweiten Preis und 1.500 Euro konnte sich die Gemeinde Weßling freuen, die alle Bereiche ihrer Sporthalle umfangreich energetisch saniert hatte. Neben der Dämmung der Außenhülle wurde der Hallenboden und das Dach erneuert, eine Drei-Scheiben-Ver- glasung eingebaut und die Gebäudetechnik auf den modernsten Stand gebracht. Als dritter wurde Alois Weindler aus Farchach (Gemeinde Berg) für sein „Ökohaus“ mit dezentraler Energieversorgung mit 500 Euro ausgezeichnet. Bereits 1987 hatte der „Pionier“ der Energiewende eine Solaranlage auf sein Dach gebaut. Inzwischen deckt der Haus- besitzer seinen Energiebedarf vollständig aus erneuerbaren Energien und hat mit Pflanzenöl-Pkw sowie Elektro-Auto und Pedelec auch die ökologische Mobilität im Blick. Neben den Preisträgern zeichnete Landrat Roth auch fünf weitere Finalisten aus. Urkunden erhielten Vorzeige-Projekte wie das „Bürgerenergie- projekt Schulsonne Tutzing“ auf dem Dach des Gymnasiums vom Verein Ergon und dem Gymnasium sowie die Gemeinde Krailling für die Sanierungsfibel, ein vom Büro Schärfl und Slawisch erarbeitetes energetisches Sanierungskonzept für 31 Reihenhäuser in der Kraillinger Ringstraße. Geehrt wurde auch Werner Hillebrand-Hansen für die „1. e-RUDA“. An der „elektrischen Fahrt rund um den Ammersee“ hatten über 100 Teilnehmer teilgenommen. Der ebenfalls geehrte Wolf Michael Dehnert hatte mit seinem Büro die Aktion „Initiative Neue Mobilität“ gefördert – eine Sternfahrt mit Elektromobilen. Ausgezeichnet wurde zudem die Initiative „STAradeln“. Inzwischen beteiligen sich alle 14 Landkreis-Kommunen an der jährlichen Aktion und treten kräftig in die Pedale. Andrea Jaksch

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