Engagement für das Kunstverständnis

Die 2a der Carl-Orff-Volksschule würdigten beim „Kunst –Schulfest“ der Carl-Orff-Volksschule mit einem Gedicht und selbst gemachten Masken die berühmten Nanas, Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle. Fotos: Donhauser

Wieder einmal glänzte die Carl-Orff-Volksschule mit einer außergewöhnlichen Aktion über die Dorfgrenzen hinaus. Zum Abschluss ihrer „Kunstprojekt-Wochen“ wurden die Eltern, Verwandten und Freunde zu einem Schulfest geladen, bei dem auf bemerkenswerte Weise die Ergebnisse und Arbeiten der Schüler vorgeführt wurden.

Während der letzten Wochen gab es unter dem Motto „Kunstprojekt“ interessante Besucher in der Andechser Volksschule. Namhafte Künstler aus der Region nahmen sich die Zeit, mit den Primanern über Kunst zu sprechen und gemeinsame Kunstwerke zu schaffen. Reinhart Michl, Kinderbuchillustrator und Absolvent der Münchner Kunstakademie, eröffnete die Projekt-Wochen mit einer Vorführung seines Könnens in der Aula. Die Kinder waren tief beeindruckt, so Rektorin Barbara Pfaffinger, wie der gelernte Grafikdesigner die Figuren aus einer Märchenerzählung unmittelbar auf Papier zauberte. Richard Bierl, Kunstmaler aus Herrsching, begeisterte die dritte Klasse mit einer Action-Painting Aktion, bei der drei gemeinsame Kunstwerke entstanden, die auf der abschließenden Versteigerung des Schulfestes insgesamt 350 Euro für die Fördervereinskasse einbrachten. Christoph Altmann, Fotograf, Autor und Pädagoge aus Unering lobte die Aktion und „das große Potential, die Lust und die Freude der Kinder“. Für ihn sei es eine Ehre dabei sein zu dürfen. Die Künstlerin Suanne Hauenstein aus Andechs malte mit den Schülern abstrakte Acrylbilder und Andrea Burghardt brachte den Erstklässlern Paul Klees Werke nahe. Aber nicht nur die Künstler engagierten sich für das Kunstverständnis des Andechser Nachwuchses. Die gesamte Schule machte sich auf zu einem Besuch in das Franz Marc Museum in Kochel und alle Lehrer starteten spannende Aktionen, wie eine Fotosafari durch Andechs. Die Ergebnisse wurden nun auf dem Schulfest präsentiert. Neben den Ausstellungen der vielseitigen Kunstwerke von den Gast-Künstlern und Kindern, gab es eine beeindruckende Bühnenshow: Eine Einführung in die Farblehre eröffnete die bunte Reise in die Kunstwelt. Ein lustiges Gedicht, vorgetragen von Zweitklässern mit selbst gemachten Masken geschmückt, würdigten die berühmten Nanas, Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle. Aquarelle der Kinder wurden in ungewöhnliche Klangbilder verwandelt. Paul Klees „Kamel in rhythmischer Baumlandschaft“ wurde zur lebendigen Skulptur, indem die Schüler der ersten Klasse sich selbst als bunte Bäume aufstellten und dabei mit dem Kamel über Klees Leben berichteten. Franz Marcs Werk und seine Geschichte wurde mit selbst gemalten Kopien seiner bekanntesten Gemälde, wie „Der Tiger“ oder „Die roten Pferde“ erläutert. Berühmte Kunstwerke wie die Selbstportreis von Rembrandt und Vincent van Gogh, Leonardo da Vincis Mona Lisa und „der Schrei“ von Edvard Munch wurden von Schülern der dritten Klasse zum Leben erweckt, indem sie sich selbst originalgetreu in Bilderrahmen platzierten und diesen mit passenden , wie humorvollen Kommentaren entstiegen. Auch die Besucher wurden nach alter Tradition in die Aufführung einbezogen, indem sie in einen von Musiklehrer Johannes Schüssel selbst komponierten und kurzerhand geprobten Kanon einstimmten. Die Eltern leisteten nicht nur stimmlichen sondern auch kulinarischen Beitrag, indem sie wie jedes Jahr für ein fulminantes, rohkostfreies Buffet sorgten. Der Erlös kam, wie die ersteigerten 350 Euro des Bilderverkaufs und von der Kreissparkasse München-Starnberg für Leinwand und Farbe gespendeten 750 Euro, dem Förderverein zu Gute. Auch das Kloster Andechs beteiligte sich an dem Fest. Nicht mit Bier, sondern mit 15 Kisten Wasser, es sei schließlich für die Kinder.

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