Erste Hilfe für das Hallenbad

Noch in diesem Jahr laufen die ersten Reparaturmaßnahmen im Wasserpark Starnberg an. Foto: Jaksch

Erste-Hilfe-Maßnahmen für das Starnberger Hallenbad: Wegen undichter Wasserleitungen sowie hygienischer Bedenken durch die lange Verweildauer des Warm-Wassers im Speicher haben die Mitglieder des Bauausschusses nun einstimmig der Akutsanierung eines Teils des Wasserparks zugestimmt. Rund 500.000 Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand. Allerdings hatten sich die Stadträte zuvor versichern lassen, dass die Reparaturen im ersten Obergeschoß kompatibel mit dem bereits beschlossenen General-Grundsanierungskonzept sind, sprich das Geld für die jetzt notwendigen Maßnahmen nicht umsonst ausgegeben ist.

„Das muss schnell gemacht werden. Die Alternative ist Zumachen, und das können wir uns nicht leisten“, brachte CSU-Stadtrat Gerd Weger die Problematik auf den Punkt. Noch in diesem Jahr muss die Warmwasserbereitung inklusive der Leitungsstränge im Duschbereich im ersten Obergeschoss saniert werden. Die Wasserleitungen sind so marode, dass sie laufend Leck schlagen. Aus diesem Grund hat die Leitungswasserversicherung bereits mit der Kündigung des Vertrages gedroht. Weitere Probleme bereiten dem Wasserpark die reichlich alten Duschen. Weil der Warmwasserspeicher mit 26 000 Liter völlig überdimensioniert ist, hat das Wasser lange Verweilzeiten im Speicher, was hygienisch sehr bedenklich ist. Angesichts dieser Situation waren allen Stadträten klar, dass ihnen keine Wahl blieb als der Akutsanierung zuzustimmen. Einzig Stadtplanungsreferentin Iris Ziebart (FDP) sah noch Diskussionsbedarf. Sie zweifelte, ob die nun beschlossene Erneuerung der Duschen für 164 000 Euro nicht doch die Teilnehmer am Architektenwettbewerb „Neukonzept für den Wasserpark“ zu sehr in ihrer planerischer Freiheit einschränkt und damit das jetzt in die Hand genommene Geld umsonst ausgegeben ist. Laut Rathausverwaltung stehen die nun erforderlichen Maßnahmen dem Zukunftskonzept für den Wasserpark aber nicht im Weg: Demnach bleiben die Schwimmhalle sowie der vorgelagerte Duschbereich dort, wo sie auch jetzt sind. In der Sauna, die später einmal durch einen Neubau ersetzt werden soll, sind die Reparaturen nur gering. „Dort werden die vorhandenen Leitungen umgerüstet sowie Aufputzarmaturen installiert, um den Aufwand so gering wie möglich zu halten“, so Christina Frei vom städtischen Hochbauamt. Um das in die Jahre gekommene Hallenbad fit für die Zukunft zu machen, wird im Rathaus derzeit gerade ein Architektenwettbewerb vorbereitet, der das von der Stadt beschlossene Zukunftskonzept für den Wasserpark realisieren soll. Für die Umsetzung rechnet die Stadt mit Kosten zwischen acht und zehn Millionen Euro.

Meistgelesene Artikel

Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Tutzing – Zu ganz besonderen Anlässen kann die Gemeinde Tutzing die ansonsten verpachtete Kustermann-Villa für eigene Veranstaltungen nutzen - und so …
Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Das Bild Tutzings erhalten

Tutzing – An zwei besonders sensiblen Stellen des Gemeindegebiets bringt die Gemeinde Tutzing nun ihre Planungsziele verstärkt zum Ausdruck: So wird …
Das Bild Tutzings erhalten

Ehepaar wegen gemeinschaftlichen Betruges in zwei Fällen verurteilt

Tutzing – Als ein Ehepaar vor über drei Jahren eine Villa am Tutzinger Höhenberg anmietete, beging vor allem der laut seinem Anwalt „federführende“ …
Ehepaar wegen gemeinschaftlichen Betruges in zwei Fällen verurteilt

Kommentare