Erster Erfolg für "Initiative Alersberg": Umsetzung des Beschlusses ausgesetzt

Die neu gegründete “Initiative Alersberg“ trat am vergangenen Montag erstmal öffentlich auf und konnte gleich einen ersten Erfolg verbuchen. Die Umsetzung des Beschlusses des Starnberger Hauptausschusses vom 1. Februar bezüglich eines 38 Meter hohen BOS-Digitalfunkmasten auf dem Söckinger Alersberg wurde ausgesetzt und bereits zementiert geglaubte Entscheidungen werden noch einmal neu diskutiert.

Der Sprecher der „Initiative Alersberg“, Lothar Köhler, wandte sich in der Stadtratssitzung am Montag beim Tagesordnungspunkt „Bürger fragen“ direkt an den Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger. Köhler, der selbst in unmittelbarer Nähre Alersberg wohnt, erinnerte den Bürgermeister daran, dass er bereits im Januar 2006 in einem Briefwechsel zugesagt hatte, ein Standortkonzept für den Mobilfunk offen mit den Bürgern zu diskutieren. „Dies geschah aber bis heute nicht; die Sache ist bisher unter Verschluss“, moniert Köhler. Anfang Februar wurden die Bürger in Söcking von Zeitungsberichten überrascht, wonach auf dem Alersberg in Söcking ein 38 Meter hoher BOS-Digitalfunkmast errichtet werden soll, auf dem auch Mobilfunkanbieter ihre Anlagen installieren können. Köhler betonte, dass viele Söckinger Bürger mit Nachdruck gegen dieses Vorhaben wenden, weil der Standort mit nur 70 Meter Abstand zu den nächsten Wohnhäusern viel zu nahe am Wohngebiet liegt. In der intensiv geführten Diskussion wurde deutlich, dass ein BOS-Digitalfunkmast auch viel weiter von der Wohnbebauung entfernt montiert werden kann. „Nur die Stadt wollte den wohnortnahen Standort am Alersberg, weil dieser auch für den Mobilfunk optimal sei“, so Köhler. Ergebnis wäre, dass unmittelbar neben Wohnhäusern in der Gartenstadt eine weitere, deutlich größere und höhere Mobilfunkantenne steht. Der Stadtrat beschloss schließlich, die Umsetzung des Hauptausschussbeschlusses zunächst auszusetzen. Pfaffinger will nun noch im März eine Bürgerversammlung in Söcking durchführen. „Obwohl dem Bürgermeister mehrfach verdeutlicht wurde, dass ein Funkmast auf dem Alersberg von den Bürgern nicht akzeptiert werden würde, mochte er sich in der Sitzung nicht dazu durchringen, alternative Standorte mit ausreichend großem Abstand zur Wohnbebauung feststellen zu lassen“, schreibt die Initiative in ihrer Presseerklärung. Zugesagt habe er dagegen, noch einmal darüber zu beraten, ob das Mobilfunkkonzept der Stadt aus 2005 öffentlich behandelt werden kann.

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