3M ESPE / 3M

Virtuelle Zeitreise durch die Produktwelt

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Seefeld – Wer fortan das Unternehmen 3M Deutschland in Seefeld betritt, begibt sich auf eine virtuelle Zeitreise in die Produktwelt und die Anwendungen der Marke 3M. Am Montag wurde der umgestaltete Empfang vorgestellt und in einem offiziellen Akt eröffnet.

Begonnen hatte alles mit der Fusion von 3M und ESPE vor 15 Jahren. Eine ertragreiche Verbindung, Dr. James Ingebrand spricht sogar von einer Erfolgsgeschichte. „Die Gründung von 3M ESPE führte zwei Organisationen mit einer auf höchsten ethischen Standards basierenden Kultur zusammen, die eine gemeinsame Leidenschaft verbindet: zahnmedizinische Forschung voranzutreiben“, führte der Vize-Präsident der 3M Oral Division aus. Das amerikanische Unternehmen 3M, dessen Erfindung wie Scotch-Klebebänder oder Post-it wohl jedem ein Begriff sind, fasst im kleinen Seefeld Fuß. Auch hinter so manchem Handy-Display und Straßenverkehrsschild verbirgt sich die Technologie der Marke. Beispiele davon sind ebenfalls beim Eingang ausgelegt. Der Schweißhelm etwa, der über Lichtsensoren das Glas aufhellt oder abdunkelt. Verbunden hat sich der Weltkonzern mit ESPE, einem lokalen Gewächs aus dem Landkreis, das hier 2.500 Produkte fertigt und mit 50.000 unterschiedlichen Produkten unterdessen Marktführer der Zahntechnik ist. Innovation „Made in Seefeld“ und längst ein Globalplayer wie 3M. Die Produkte in der Kommune am Pilsensee haben mit Zähnen zu tun: der 3D-Scanner bildet das Gebiss ab, Verfüllungen und ein Gerät, das mit Licht die Füllung verhärtet, die Implantate – das und mehr liegt ab sofort zum Anfassen im Eingangsbereich – und nimmt man das Produkt in die Hand, dann erscheint auf einem Bildschirm vom Film bis hin zur detaillierten Erklärung alles Wissenswerte darüber. An den Wänden wiederum sind QR-Codes eingezeichnet, die die Historie des Großkonzerns aufzeigt und alle möglichen Details über die Technologien auf das Smartphone oder ein – an der Rezeption ausgeteiltes – Tablet übertragen. Futuristisch und ganz im Sinne des bekannten Slogans „3M World of Innovation“. „Als Symbol für Investition, Integration und Innovation“, erklärt Standortleiter Thomas Walz. Integration, weil nicht nur in Seefelds Werkshallen viel passiert. Integration, weil 3M und ESPE jetzt eins sind, als Zeichen dafür am Wochenende die Verkehrsschilder auf 3M umbenannt wurden – und die Innovation ist jetzt schon beim Betreten des Konzerns ersichtlich. Georg Scheitz jun. ist voll des Lobes. Den Ruf des guten Arbeitsgebers eilt dem Unternehmen voraus, das 800 Arbeitsplätze stellt. Und die Identifikation mit 3M, sagt der stellvertretende Landrat, ist nicht schwierig: „Jedes Feuerwehr-Auto, jedes Verkehrsschild trägt 3M.“ Bürgermeister Wolfram Gum erinnerte sich anlässlich des Eröffnung ein paar Jahre zurück an einen „überschaubaren Betrieb“. „Heute ist ESPE ein Weltkonzern, auf den wir stolz sind.“ Ersten Sorgen über die Zusammenführung mit 3M lösten sich schnell in Wohlgefallen auf. Der Rathauschef würde sogar den ESPE-Platz, auf dem das Gebäude steht, in den 3M-Platz umzubenennen. Dr. Ingebrand wehrt ab. „Nein nein, der Name bleibt.“ Der gehört zur Geschichte des einst kleinen Betriebes, der heute mit den ganz Großen dieser Welt mithalten kann. mk

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