"Es fehlen die Lichtblicke"

Zu wenig Lichtblicke und ungeliebten Wildwuchs stellte der Umweltausschuss in Weßling bei einer Begehung rund um den Weßlinger See fest. Eingeladen hatte Bürgermeister Michael Muther. Im Beisein von zwei Experten wurden notwendige Pflegemaßnahmen besprochen.

Konnte der Spaziergänger früher den Blick auf den See ungeniert genießen, versperren jetzt Bäume und Sträucher die Aussicht. „Es fehlen die Lichtblicke“, sagte Michael Muther. Begleitet wurde das Gremium von Christian Ufer vom Planungsbüro Terrabiota und von Jürgen Erhard, Fachberater für Gartenbau im Landratsamt. Treffpunkt war der Kiosk am Badestrand. „Hier gibt es bereits Anbaugedanken“, sagte Muther. Unter anderem soll neu eine Kühlzelle und eine Damentoilette untergebracht werden. Auf Höhe des E-Werks kritisierte das Gremium den starken Baumbewuchs, so dass weder vom Schilf noch vom See etwas zu sehen ist. Ein Zuschneiden würde hier wenig Sinn machen, befürchtete Ufer. „Sie hätten ein halbes Jahr Freude, dann ist wieder alles zugewachsen.“ Erfolg bringe nur eine Radikalkur. „Da müssten schon die Bagger anrollen und das gesamte Wurzelwerk mit entfernen.“ Eine Idee, die es schon mal vor zwölf Jahren gegeben hat, betonte Ufer. Bei der Haugg-Parkanlage sorgen dicht wuchernde Brombeerbüsche für mangelnden Durchblick. „Die sollten komplett raus“, riet Erhard. Außerdem schlug er vor, die Strauchweiden peu à peu auf Stock zu setzen. So lasse sich über Jahre hinweg eine Blickbeziehung zum See herstellen. Am Karpfenwinkel muss außerdem das Holzgeländer erneuert werden, das an manchen Stellen durchgebrochen ist. Insbesondere in den Wintermonaten bestehe dort an steilen Stellen des Ufers die Gefahr, bei Schnee oder Glatteis abzurutschen und im Wasser zu landen, mahnte Ufer. Nach dem Rundgang setzte sich der Ausschuss im Rathaus zusammen, um über eine Resolution zum Thema Gentechnikfreie Zone abzustimmen. Einen entsprechenden Antrag hatten Traudl Förster und Horst Günter Heuck von den Grünen gestellt. Unter anderem sollen Schulen, Kindergärten, Altenheime und Horte auf die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen verzichten. Aufgerufen ist außerdem der Handel, auf derartige Produkte zu verzichten. Thomas Ostermair (FW) erklärte dazu, dass bereits alle Landwirte im Landkreis ein Papier unterschrieben haben, auf gentechnischen Anbau zu verzichten. Der Umweltausschuss fasste den Empfehlungsbeschluss für den Gemeinderat, die von den Grünen beantragte Resolution zu unterstützen. Unter Verschiedenes erzählte Gerhard Sailer vom Bund Naturschutz, dass in Neuhochstadt am Aubach der erste Biber gesichtet wurde. Vermutet wird, dass er aus Richtung Pilsensee kommt, weil dort die Biber bereits heimisch geworden sind. Sailer regte an, sollten Anfragen von Anwohnern kommen, sich am Bibermanagementprogramm zu orientieren oder den Ramsar-Beauftragten vom Ammersee zu Rate zu ziehen.

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