Nun fehlt nur noch der richtige Platz

Die Kronkorken Skulptur ist nun im Besitz von Roland Rauh. Foto: Polster

Andechs – Er ist unentbehrlich. Dennoch nehmen ihn die wenigsten Menschen bewusst wahr: Der Kronkorken. Im Rahmen der Ausstellung Kunst und Bier 2007 am Heiligen Berg in Andechs fand eine Skulptur aus vier Kronkorken den Gefallen von Roland Rauh, der nun das Kunstwerk käuflich erworben hat.

Roland Rauh ist der Seniorchef der gleichnamigen Firma im Fränkischen, die unter anderem die Kronkorken für das Flaschenbier der Brauerei Andechs herstellt. „Kronkorken ist eigentlich die falsche Bezeichnung. Heute müsste es Kron-Verschluss heißen“, erklärt Rauh. Denn schon lange gibt es keine Korkplättchen mehr im Verschluss. Diese wurden durch Kunststoff ersetzt. Für Rauh war es keine Frage, das Kronkorken-Kunstwerk der Künstlerin Gudrun Schuster nach Ablauf der drei Jahre, so lange bleiben die Skulpturen in Andechs stehen, käuflich zu erwerben. „Es ist nicht die erste Anschaffung. Es gibt noch drei weitere Skulpturen, die ich schon gekauft habe und eine Option“, so Rauh. Nun muss noch der richtige Platz auf dem Firmengelände im fränkischen Küps für die vier bis fünf Werke gefunden werden. „Denke, dass es erst im nächsten Jahr soweit ist. Dann aber gibt es eine offizielle Einweihung, zu der selbstverständlich auch Vertreter aus Andechs und der Starnberger Landrat Karl Roth eingeladen werden“, verspricht Rauh. Der Kronkorken oder Kronenkorken wurde anno 1892 von dem Amerikaner William Painter unter dem Namen „Crown Cork“ als Patent angemeldet. Der einer Krone ähnliche Blech-Verschluss hatte früher 24, heute nur noch 21 Zacken. Das liegt daran, dass die Flaschenhälse schmaler geworden sind. Der Familienbetrieb von Roland Rauh wurde 1947 gegründet. Seit 1969 werden auch Kronkorken hergestellt. „Wer sich eine Flasche Bier aus Andechs kauft, der findet in dem Verschluss auch ein kleines R“, sagt Rauh nicht ohne Stolz.

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