Fertig im Herbst 2013

Zum Schulbeginn im nächsten Jahr sollen die Sanierungsarbeiten am Gilchinger Gymnasium abgeschlossen sein. Foto: Polster

Das Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasium gleicht im Moment mehr einer Baustelle als einer schulischen Einrichtung. Für rund 17 Millionen Euro wird das über 30 Jahre alte Gebäude von Grund auf saniert. Fertigstellung ist für Herbst 2013 geplant.

Die Zukunft des Christoph-Probst-Gymnasiums in Gilching ist zwar nicht gefährdet. Dennoch befürchten Kritiker, dass durch den von Herrschinger Eltern geforderte Bau eine weiteren Gymnasiums im westlichen Landkreis, dass die Gilchinger Einrichtung ausgeblutet wird und finanziell nicht mehr tragbar ist. Unter anderem meldete sich Gilchings Schulleiter Peter Meyer mit einem kritischen Leserbrief zu Wort, was für Aufregung innerhalb der politischen Gremien geführt hat. Auf der FDP-Versammlung in Gilching vor drei Wochen verbat sich unter anderem Wirtschaftsminister Martin Zeil die Einmischung eines „bayerischen Beamten in politische Entscheidungen“. Bis zum Spatenstich für ein zweites Gymnasium ist allerdings noch ein weiter Weg. Zum einen muss erst einmal das Kultusministerium zustimmen und einen Teil der Finanzierung übernehmen. Dann erst werden die Komplett-Finanzierung und die eventuelle Umstrukturierung des Zweckverbandes einen gewissen Zeitraum in Anspruch nehmen. Die Zweckverbands-Mitglieder haben bereits signalisiert, das ehrgeizige Projekt nicht schultern zu können. Bis das neue Gymnasium, falls es kommt, realisiert wird, sollen sich die Schüler im Altbau des Gilchinger Gymnasiums, der mittlerweile 36 Jahre auf dem Buckel hat, wohl fühlen. Wie berichtet, wurde bereits vor vier Jahren ein Erweiterungsbau mit Fachräumen und moderner Mensa in Betrieb genommen. Damit sollte dem bis dahin festgestellten Raumbedarf auf Jahre hinaus Rechnung getragen werden. Seit März 2011 wird nun der Altbau von Grund auf saniert. „Der erste von vier Bauabschnitten wurde im Frühjahr abgeschlossen und der Betrieb aufgenommen“, erklärte Zweckverbands-Geschäftsführer Stefan Amman auf Anfrage. Die Fertigstellung von Bauabschnitt zwei ist für Ende Oktober geplant. „Bis auf die Grundmauern ist nichts so geblieben, wie es vorher war.“ Durch neue Faßaden, Fenster und Leitungen wurden sowohl die Klassenzimmer wie auch Fachräume modernisiert. Im August habe man außerdem mit der Sanierung der Aula und des Verwaltungsbereiches begonnen. Bauabschnitt vier sei der letzte und auch kleinere Teil und werde im Frühjahr gestartet, so Ammon. Mit der endgültigen Fertigstellung rechnet er zum Schulbeginn im Jahr 2013. Die Kosten von 17 Millionen Euro werden mit insgesamt elf Millionen Euro bezuschusst. Wobei der Freistaat Bayern wie auch der Landkreis Starnberg bei der Förderung mit im Boot sind. Um die Bauarbeiten in Ruhe auszuführen, wurden auf dem hinteren Parkplatz der Schule als Zwischenlösung ein Container mit zehn Klassenzimmern aufgestellt.

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