Fünf Seen Film Festival 2016

Premierenschmiede Breitwand

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Wie im vergangenen Jahr am Wörthsee soll es auch heuer wieder werden: An einem milden Abend open air Filme sehen.

Starnberg – Wie jede Erfolgsgeschichte beginnt auch unsere mit: Es war einmal. Es war einmal ein Kinobesitzer mit der Vision, im kleinen Fünfseenland ein Filmfestival auf die Beine zu stellen, das sich mit den Großen dieser Welt messen kann.

Vor genau zehn Jahren ging dieser Mann das Wagnis ein– und lässt seit zehn Jahren jeden Sommer die Herzen von bis zu 20 000 Cineasten mit hochkarätigen, humorvollen, herzberührenden und fesselnden Filmen höher schlagen. Die Rede ist von Matthias Helwig, einem der „klein auszog und groß rauskam“, zitierte Konstantin Fritz im Pressegespräch die Festivalkritik einer renommierten Zeitung. Am Mittwoch in einer Woche ist es wieder soweit und diesmal läutet „Der Olivenbaum“ von Icíar Bollaín das 10. Fünf Seen Filmfestival ein. Der spanisch-deutsche Roadmovie ist eine von 167 Filmperlen, die der Festivalleiter ein Jahr lang auf internationalen Festivals und über persönliche Kontakte sammelte und jetzt in mehr als 330 Vorstellungen in zehn Spielstätten zu sehen sind. Darunter 15 Premieren aus Deutschland und 25 aus Süddeutschland – teilweise Unikate, die weder vorher noch nachher in irgendeinem Format gesendet werden. Ein beeindruckendes, 260 Katalogseiten starkes Programm an den schönsten Plätzen unseres Fünfseenlandes innen und – so der Sommer will – Open-Air unter freiem Himmel gezeigt werden. Gespannt sein darf man auf Ehrengäste und Prominente wie Doris Dörrie oder Heino Ferch, die neben vielen anderen im Rahmen des Festivals für die Zuschauer zum Greifen nah sind. Mit am Start auch wieder Dokumentar-, Horizonte- sowie der Publikumsfilmpreis und der Kurzfilmwettbewerb. Im Fokus Drehbuch gewähren die Profis einen Blick hinter die Kulissen, während eine Werkschau Filmregisseur Fritz Lang in den Mittelpunkt rückt. Gastländer sind heuer Indien, Südtirol, Taiwan und Serbien – letzteres ein Land, dessen Geschichte derjenigen vieler Heimatvertriebenen ähnelt, die im vergangenen Jahr bei uns Zuflucht suchten. Ein Thema, das das Jubiläumsfestival aufgegriffen und positiv verarbeitet hat: „Wie gehen wir mit unserer Vergangenheit um, ohne die Uhr zurückdrehen zu können und trotzdem das Gute zu bewahren“. Eine tiefgründige und humorvolle Variante dazu offeriert der Eröffnungsfilm. mk 

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