Fusion zum 1. Juli

Nach mehr als 30 Jahren übergibt Regina Gräfin von Stillfried, Geschäftsführende Gesellschafterin der Klinik Feldafing, das Haus an neue Träger: Ab 1. Juli wird die 100-Betten-Klinik mit ebenso vielen Mitarbeitern als „Benedictus Krankenhaus Feldafing“ durch die Artemed-Gruppe, die bereits seit zwei Jahren das Benedictus Krankenhaus Tutzing betreibt, fortgeführt werden. Der Charakter des Hauses soll erhalten bleiben, alle 100 Feldafinger Mitarbeiter zu den bisherigen Bedingungen übernehmen und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

In enger Zusammenarbeit mit dem Benedictus Krankenhaus Tutzing wird künftig der Fokus auf die Behandlung rheumatischer Patienten sowie die Frührehabilitation und die Rehabilitation gelegt. Gemeinsam werden die beiden Kliniken Schmerz- und Rheumapatienten von der Akutphase bis zur Reha versorgen – eine Kooperation, die laut Hans Hatz, Chefarzt der Klinik Feldafing, weit und breit einzigartig ist und selbst in der Landeshauptstadt München nicht angeboten wird. Nach mehr als 30 Jahren erfolgreicher Unternehmensführung haben sich die Gesellschafterinnen der Klinik Feldafing, Regina Gräfin von Stillfried und ihre Tochter, Sonja Appelhans, entschieden, die Gesamtverantwortung für das Familienunternehmen in die Hände eines neuen Trägers zu geben. Als Grund für den Trägerwechsel nannte Gräfin von Stillfried, dass sie mit 68 Jahren die Nachfolge habe regeln müssen, weil niemand aus ihrer Familie die Betriebsleitung übernehmen könne. Das 100-Betten-Haus in Feldafing mit ebenso vielen Mitarbeitern wird neben seinen medizinischen Leistungen auch für seinen hohen Service- und Unterbringungsstandard bei den niedergelassenen Ärzten, Kooperationspartnern, Krankenkassenverbänden und insbesondere von den Patienten sehr geschätzt. Die Geschäftsleitung der Klinik Feldafing hat es in der Vergangenheit immer wieder verstanden, das Leistungsangebot an die sich verändernden Strukturen im Gesundheitswesen anzupassen und sich an den wandelnden Bedürfnissen der Patienten auszurichten. Das Haus wird nun ab 1. Juli gemeinsam mit dem benachbarten Benedictus Krankenhaus Tutzing durch die Artemed-Gruppe geleitet werden. Die Krankenkassenverbände und das Ministerium haben das Vorhaben positiv begleitet und der Transaktion zugestimmt. Es hat in den vergangenen Jahren mehrere Mitbewerber gegeben, die an einer Übernahme der Klinik Feldafing interessiert waren, aber letztlich haben die medizinisch-konzeptionellen Aspekte sowie nicht zuletzt die lokale Verankerung durch das Benedictus Krankenhaus Tutzing den Zusammenschluss beider Kliniken bewirkt. „Ich wollte eine tragfähige Nachfolgeregelung finden. Dabei war mir wichtig, dass der Betrieb weitergeführt und die Arbeitsplätze erhalten bleiben“, so Regina Gräfin von Stillfried. Die in der Klinik tätigen Mitarbeiter wurden in der vergangenen Woche auf einer Betriebsversammlung über die Entscheidung informiert. „Sie haben mit neugieriger Anspannung reagiert und die Nachricht positiv aufgenommen“, so Tutzings Klinik-Geschäftsführer Clemens Guth, der in Zukunft auch für das Feldafinger Haus zuständig ist. „Wir brauchen gute und motivierte Mitarbeiter, und wir wollen gemeinsam weiter noch besser werden und wachsen. Niemand muss sich um seinen Arbeitsplatz Sorgen machen“, so Ulrich Mauerer, Geschäftsführer der Artemed-Gruppe, auf der Betriebsversammlung. In den nächsten Wochen soll gemeinsam ein detailliertes Fortführungskonzept erarbeitet werden. Die enge Kooperation mit dem Benedictus Krankenhaus Tutzing beinhaltet einerseits fachlich-inhaltlichen Austausch, so in der Orthopädie und Schmerztherapie; darüber hinaus wird über die räumliche Verlagerung der aktuell in Tutzing untergebrachten geriatrischen Rehabilitation in die hierfür noch besser geeignete Klinik Feldafing nachgedacht. „Für die Patienten bietet Feldafing ein optimales Umfeld zur Rehabilitation; ich hoffe, dass die Krankenkassen ebenfalls diese Vorteile sehen“, so Holger Petersen, Chefarzt der Geriatrischen Rehabilitation in Tutzing. Nicht zuletzt wird die Kongregation der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing KdÖR auch in Feldafing die seelsorgerische Arbeit übernehmen und das Krankenhaus in vielen Belangen unterstützen. „Wir hoffen, bald auch in Feldafing die Genesung der Patienten unterstützen zu können. Besonders freuen wir uns, dass unser Namenspatron, der Heilige Benedikt, sich auch in der Namensgebung des Krankenhauses widerspiegelt“, betonte Priorin Hildegard Jansing. Die gemeinsame Geschäftsführung für die Benedictus-Krankenhäuser Tutzing und Feldafing wird dem Mediziner Clemens Guth übertragen, der bisher bereits das Benedictus Krankenhaus Tutzing geleitet hat. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von Feldafing. Besonders spannend finde ich die vielfältigen Möglichkeiten, mit beiden Kliniken unser Behandlungsspektrum abzurunden und unseren Patienten hervorragende Behandlung und Unterbringungsqualität bieten zu können“, so Guth.

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