Gefährlich, Tag für Tag

Unübersichtlich und gefährlich – dieser Meinung sind nun nicht mehr nur Radfahrer oder Fußgänger, die den Vorplatz des Bahnhofs Nord überqueren müssen, um zu Zug und Bus zu gelangen, sondern auch die Starnberger Stadträte. Nun soll der Platz sobald wie möglich umgestaltet werden. Allerdings dreht sich die Diskussion über das Wie im Kreis.

Schon vor Jahren berichtete ein Leser dem Kreisboten, welche gefährliche Situationen er Tag für Tag miterleben muss, nachdem das Fahren wieder stadteinwärts erlaubt worden war. Vor allem frühmorgens, wenn Scharen von Schülern und Pendlern gleichzeitig mit dem Bus ankommen oder gebracht werden und die Anschluss S-Bahn erreichen müssen während Autofahrer auf ihrem Weg zur Arbeit ebenfalls den Bahnhofs-Kreisverkehr befahren, spielen sich teilweise haarsträubende Szenen ab. Da rennen Fußgänger zwischen Bussen, Taxis und Autos wie die Hasen über die Fahrbahnen und Radfahrer suchen orientierungslos, welche Bahnen sie eigentlich benutzen sollen. „Der derzeitige Zustand des Busbahnhofes am Bahnhof Nord ist sowohl aus städtebaulichen als auch aus verkehrlich funktionalen Gründen mangelhaft“, hatte die Bauverwaltung in ihrer Begründung für Neuorganisation des Busbahnhofes geschrieben. Die Stadträte gaben dem recht. Auch sie waren sich einig, dass sich etwas ändern muss. Geschlossen will man nun eine Umplanung versuchen. Tenor: Um mehr Sicherheit für die Fußgänger zu erreichen, muss Auto- und Linienbusverkehr entflochten werden. Das könnte beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Leutstettener Straße zweispurig befahren wird und kein Durchgangsverkehr mehr direkt vor dem Bahnhof erlaubt ist. Allerdings gibt es da ein Problem: Die verbleibende Fläche ist für einen Busbahnhof mit neun Bushaltestellen, Taxiständen und Kurzzeitparkern nicht ausreichend. Eine Verlagerung von zwei Bushaltestellen zurück an den Hans-Zellner-Weg kommt auch nicht in Frage. Anwohnerbeschwerden über Busmotorenlärm frühmorgens hatten erst vor kurzem zur Auflösung dieser Haltestellen geführt. Ergo: Um den Anteil an öffentlichen Flächen im Bahnhofsvorfeld zu vergrößern, müsste anstelle der Grüninsel ein durchgehender Platzbelag eingebaut werden, der eine flexible Nutzung zulässt (die Fußgänger nutzen ohnehin bereits die Abkürzung durch das Grün). Knackpunkt hier: Zebrastreifen sind angeblich im Kreisverkehr nicht erlaubt. Am besten wäre es, wenn die die Stadt mehr Grund bekommen würde – nämlich ein Stück vom Tengelmann-Parkplatz. Dieser extrem schwierigen Ausgangsituation zum Trotz soll es nun das beauftragte Verkehrsbüro „richten“ und Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erarbeiten.

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