Gemeindesäckel ist leer

Der Veranstaltungsraum im Keller der Nachbarschaftshilfe Wörthsee e.V. am Teilsrain 10 entspricht „aus verschiedenen Gründen nicht mehr den jetzigen und vor allem zukünftigen Anforderungen“, heißt es in dem Antrag der 1. Vorsitzenden Annemarie Wipf. Der Raum ist zu dunkel, extrem fußkalt und mit 60 Quadratmeter viel zu groß und ungemütlich für kleinere Veranstaltungen und Gruppen mit circa 25 Teilnehmer. Die Akustik wie auch die Atmosphäre lässt zu wünschen übrig. Hinzu kommt dass der Raum nach wie vor muffig ist, obwohl erst kürzlich die Wände nach Feuchtigkeit überprüft worden sind.

Demnächst bezieht der Verein neue Arbeitsräume in dem Neubau „Altengerechtes Wohnen“ an der Etterschlager Straße. Der Veranstaltungsraum am Teilsrain 10 soll jedoch beibehalten werden. Wipf betont, dass es „für uns organisatorisch sehr aufwändig wäre, für dessen Unterhalt zu sorgen“. Um die Existenz des Vereins zu sichern, „brauchen wir entsprechende helle freundliche Räume“ beispielsweise für Angehörigengruppen für Parkinson und Demenz, für seniorenorientierte Veranstaltungen außerhalb der Mittwochstreffen, für Kleinkinder- und Kinderhortgruppen. Aber auch für Pflegefort- und -weiterbildungen, sowie Selbsthilfegruppen und vieles mehr. Mit dem Thema setzte sich jüngst der Gemeinderat auseinander, mit dem Ergebnis, dass die Kosten für einen zusätzlichen Tagungsraum in dem Neubau die Haushaltskasse zu sehr belastet. Der Mietaufwand liegt bei 1.400 Euro monatlich, teilte Bürgermeister Peter Flach den Räten mit. Zudem ließe sich jetziger Raum im Untergeschoß nicht weitervermieten. Der Bürgermeister gab zu verstehen, dass „Räume tatsächlich vorhanden sind und diese auch nicht so schlecht sind“. Für mehr Tageslicht könne das Buschwerk ausgeholzt werden und dafür neue Blumenbeete gepflanzt werden, schlugt der Bürgermeister vor. „Ideal sind sie nicht“, so Arthur Schnorfeil (SPD). Für eine bessere Belüftung müsse gesorgt werden. „Jetzt stellt sich die Frage, ob wir es bei den alten Räumen belassen“, so Flach, „oder in dem Neubau zusätzliche Räume der Nachbarschaftshilfe zur Verfügung stellen.“ Josef Wittenberger (CSU) war der Meinung, dass sich die Gemeinde „diesen Luxus nicht leisten kann“. Annemarie Wipf, meinte, dass „wir einen Raum brauchen, der sich teilen lässt. Dann können wir auch mehr Kurse anbieten“. Der Raum wird derzeit täglich genutzt. Auch die Gemeinde Wörthsee muss aufs Geld schauen. „Die steuerlichen Höhenflüge sind vorbei.“ Deshalb schlug Flach vor, im Rahmen einer Ortsbesichtigung zu entscheiden, inwieweit eine Zwischenwand eingezogen werden kann. An einem wärmeren Boden soll es auch nicht fehlen. Der Termin soll noch vor der nächsten Gemeinderatssitzung stattfinden. Den Antrag auf neue Tagungsräume für die Nachbarschaftshilfe in der Etterschlager Straße lehnte das Gremium einstimmig ab.

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