"Gemeinsam Segel setzen"

In den USA seit Jahrzehnten erfolgreich wurde das Projekt Bürgerstiftung seit 1996 auch in Deutschland kontinuierlich weiter verfolgt. Mittlerweile gibt es Bundesweit 237 Bürgerstiftungen mit einem Gesamtkapital von rund 100 Millionen Euro. Eine weitere wurde am Wochenende in Andechs aus der Taufe gehoben. Die Bürgerstiftung Landkreis Starnberg hat ihren Sitz in Starnberg.

Eine ehrenwerte Umgebung und illustre Gäste - das Rezept ging auf. Zur Gründungsversammlung der Bürgerstiftung Landkreis Starnberg trafen sich am Freitag in der Bibliothek im Kloster Andechs rund 60 Gäste aus der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und kulturellen Bereichen. Initiator der Bürgerstiftung ist die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg. Vorstandsvorsitzender Peter Geuß betonte, dass mit „unkonventionellen Ideen mehr Lebensqualität“ geschaffen werden soll. Motto des Starts war: „Gemeinsam Segel setzen.“ Als Einlage stiftete die Bank 50.000 Euro. Zudem hat sie sich verpflichtet, auf vier Jahre hinaus jeweils den gleichen Betrag zu spenden. Das Institut wird zudem die administrativen Arbeiten und die Pflege der Internetseite buergerstiftung-starnberg. übernehmen. „Unsere Demokratie lebt vom Bürgerengagement“, sagte Landrat Karl Roth. Zudem signalisierte er, dass sich der Landkreis als Zustifter am Projekt beteiligen werde. Lobende Worte fand Abt Johannes Eckert. „Eine Stiftung ist eine gute Sache, in der Menschen über ihr Leben hinaus Gutes tun können.“ Er erinnerte daran, dass auch das Kloster Andechs anno 1445 aus einer Stiftung hervorgegangen ist. Der neu gegründeten Bürgerstiftung wünschte er „viele Zustifter, damit das Kapital wächst“. Über die Entstehungsgeschichte des Stiftungswesens referierte Stefan Nährlich, Vorsitzender des Vereins Aktive Bürgerschaft. Ursprünglich in Amerika geboren, kam das Projekt im Jahr 1996 nach Deutschland. „Heute gibt es 1.473 Bürgerstiftungen in mehr als 30 Ländern. In Deutschland sind es 237“, sagte Nährlich. Ziel bis 2020 sind in Deutschland 500 Bürgerstiftungen mit einem Gesamtvermögen von rund einer Milliarde Euro. Der Stiftungsvorstand setzt sich aus Peter Geuß, Gerhard Brandmüller und dem Vorsitzenden Helmut Wagner zusammen. Unterstützt wird das Gremium durch ein neunköpfiges Kuratorium aus Wissenschaftlern, Bankern, Unternehmern und Journalisten. Wagner lobte in seinem Schlusswort das Engagement der Bank. Er erinnerte daran, dass sich das Institut nie als Global-Player gesehen und riskante Geschäfte vermieden habe. „Die Bank ist bodenständig geblieben und hat deshalb heute noch das Geld, sich sozial zu engagieren.“ Abschließend appellierte an die Versammlung: „Wenn ihr alle mithelft, und jeden Tage etwas Gutes tut, dann wird auch die Welt ein bisserl besser.“

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