Geocoaching und Mini-Labor

Im Naturschutzzentrum Wartaweil war Geocaching angesagt.

Im so genannten AWA-Land, Herrsching, Andechs, Inning, Seefeld und Wörthsee, fanden von Mittwoch bis Freitag anlässlich des Weltwassertages fünf Exkursionen zum Thema Trinkwasser und Gewässerschutz statt. Initiator waren die Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe mit Sitz in Herrsching.

Bereits am Mittwoch startete die Aktions-Woche im Naturschutzzentrum Wartaweil mit einem so genannten Geocaching. 26 Mädchen der Klasse 6d der Realschule Herrsching machten sich unter der Federführung des Bund Naturschutzes mit CPS-Geräten auf den Weg zu Standorten, die allesamt mit dem Thema Wasser zu tun hatten. „Die Mädchen sollen die Natur wahrnehmen und lernen, die ökologische Wertigkeit einzuschätzen“, erklärte Margret Hütt, Mitarbeiterin des Naturschutzzentrums. In Andechs begleiteten AWA-Mitarbeiter Gerd Mulert und Ines Bethge 42 Schüler der Grundschule Andechs unter anderem zu einem Wasser-Kleinstkraftwerk, um vor Ort über den Kreislauf des Wassers vom Regentropfen bis zum Wasserhahn zu informieren. Im Anschluss wurden Mini-Wasserräder gebaut. Zum Finale überraschte die Waldfee Pimpernella Pumpelsack die kleinen Wanderer mit einem Auftritt, bei dem sie über die Zusammenhänge des Regenwassers und dem Wuchs von Bäumen, Pflanzen und Blumen erzählte. Tierisch ging es in Seefeld zu. 23 Kinder der 3a wurden erst einmal am Hochbehälter in Unering von Michael Muther empfangen. Der Vorsitzende der Zweckverbands Großräumige Wasserversorgung Starnberg erläuterte zusammen mit Thomas Tinnes (AWA), was es mit dem Hochbehälter so auf sich hat und was alles getan wird, um den Bürgern gutes Trinkwasser zu liefern. Weiter ging es zum Aubach nach Seefeld. Dort kam der Biber mit ins Spiel. Umwelt-Pädagogin Anke Simon erklärte spielerisch, wie wichtig die Ansiedlung des putzigen Nagers ist. Als Erinnerung gab es für jedes Kind das witzig aufgemachte Büchlein „Anton Biber - Wie der Biber in den Aubach kam“ aus der Feder von Waltraud Schneiders und Tobias Brockmeyers mit nach Hause. In Inning war Rauch im Gulli angesagt. Die Viertklässler konnten sich im TV-Übertragungs-Wagen mittels einen Kamera und einer Nebelberauchung auf die Spuren des Ab- und Regenwassers ihrer Schule machen. Anschließend lud Bachpate Harald Trepte die Gruppe zu einer Wanderung entlang des Inninger Bachs ein. In Wörthsee wanderten 20 Grundschüler der 2a rund zwei Kilometer bis zum Trinkwasserbrunnen im Ortsteil Auing. Thomas Tinnes und Ines Bethge informierten über technische Details wie die Trinkwasser-Wasseraufbereitung und erklärten die Bedeutung von regelmäßigen Wasser-Analysen. In die Geheimnisse des Innenlebens eines Brunnens führte Tinnes ein. „Hier unten ist ein Wasserbehälter mit dem Reinwasser“, erklärte er den Kindern, die im Brunnenhäuserl vorerst das Wasser nur durch lautes Rauschen erahnen konnten. „Und, wie tief ist hier“, wollte ein Nachwuchs-Forscher wissen. „Rund zwei Meter und wenn man hineinfällt, ist es eiskalt“, mahnte Tinnes. Während sich der Wassermeister Löcher in den Bauch fragen ließ, baute Ines Bethge mit weiteren Kindern auf der Wiese ein mobiles Wasser-Labor auf. Gemessen wurden unter anderem die Temperatur und der ph-Wert. Außerdem demonstrierte Bethge, wie sich lediglich durch Erde, die wie ein Filter wirkt, Schmutzwasser in sauberes Wasser verwandelt. Zum Abschluss der rund zweistündigen Veranstaltung gab es ein Rätsel. „Was ist das. Es hat sechs Beine, fünf Augen, vier Flügel, drei Geschlechter, zwei Fühler und einen Zahn?“, fragten Margit und Günther Pexa. Bei dem vermeintlichen Ungeheuer handelt es sich um Honig-Bienen, die unter anderem durch Pestizide, Beizmittel und Gen-Pflanzen immer mehr Gefahren ausgesetzt sind. Das Ehepaar Pexa, das in der Nähe zum Brunnen eine kleine Imkerei betreibt, demonstrierte auf humorvolle Art und Weise, wie sich die Bienen verständigen, nämlich durch den so genannten Schwänzeltanz, und dass die Sammlerinnen unter dem Bienenvolk stets nach sauberem Trinkwasser Ausschau halten. Für Bethge und Tinnes war der Ausflug ein voller Erfolg. Den Kindern gab Tinnes mit auf den Weg, beim nächsten Spaziergang mit den Eltern diese zum Brunnen zu führen und zu erklären, was es mit der Sorge um gutes Trinkwasser so auf sich hat.

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