Ruhestand Waldemar Martin

Er kennt Gilching wie kein anderer

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Gilching – Er weiß mehr über die bauliche Entwicklung, als jeder Gemeinderat in Gilching und er hat den Ort auch maßgeblich mit geprägt:

Waldemar Martin vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. Vier Bürgermeister beriet er in den vergangenen 30 Jahren in punkto Flächennutzungs-und Bebauungspläne. Nun geht er in Rente. Sein künftiges Aufgabenfeld: „Meine zwei Enkel, um die ich mich jetzt verstärkt kümmern werden.“ Nein, traurig sei er nicht, mit 65 Jahren den Ruhestand anzutreten, sagt Waldemar Martin. Zumal keineswegs Nichtstun und Langeweile auf den gebürtigen Münchner warten. „Ich habe viele Interessen, für die ich jetzt endlich mal Zeit habe. Außerdem haben meine Frau und ich einen Teil der Betreuung unserer zwei Enkel übernommen.“ Anlass ist, dass Tochter Annemarie Martin in Vaters Fußstapfen getreten ist und eine Stelle beim Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum angetreten hat. „Das freut mich natürlich, weil ich mich mit ihr auch weiterhin über die kommunalen Entwicklungen unterhalten kann“, sagt der passionierte Fußballspieler. Apropos Fußball. Ihm werde ja oft unterstellt, ein Fan des FC Bayern zu sein. „Das ist so nicht richtig. Ich bin ein Fan von gutem Fußball. Und wenn die 60iger guten Fußball spielen würden, wäre ich auch ein Fan der 60iger.“ Damit ist auch der Verdacht des Gilchinger Bauamtsleiter Max Huber entkräftet, Martin sei „ein Roter“. Bis auf die Kabbelei, wer nun den besseren Fußball spiele, bestätigt Huber eine „hervorragende Zusammenarbeit“ mit dem langjährigen Architekten des Planungs- verbandes. „Er kennt die Gemeinde wie kein anderer und konnte uns auch immer gut beraten. Immerhin hat er unter vier Bürgermeistern die bauliche Entwicklung mit gestaltet.“ Auch wenn er sich auf die Zeit danach freue, insgesamt war Martin 37 Jahre beim Planungsverband, „mir hat die Arbeit immer großen Spaß gemacht. Wenn man so lange an der Entfaltung einer Gemeinde beteiligt ist, entwickelt sich auch so etwas wie eine engere Beziehung. Ich werde auch weiterhin verfolgen, wie es zum Beispiel mit der Bebauung der Gilchinger Glatze voran geht. Die vorliegende Planung ist her- vorragend und ich hoffe sehr, dass sie nicht zerredet wird.“ Und wie war die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Räten? „Gut. Gelegentlich wurde ich zwar mal angeschossen, aber letztendlich konnte ich immer mit dem Argument überzeugen, dass es sich lohnt, vorausschauend zu planen. “ 

Außer Gilching hat Martin unter anderem die Gemeinden Türkenfeld, Markt Schwaben, Holzkirchen, Königsberg, Ebertshausen, Egling und Oberding-Alting betreut. Die Nachfolge in Gilching tritt Christian Schaser an. Der 32-Jährige Augsburger hat Raum- und Umweltplanung studiert und wird bereits in der nächsten Sitzung dabei sein, in der es um dem Bebauungsplan Ortsmitte geht. „Ich freue mich schon darauf. Die Arbeit ist sehr vielseitig und lässt uns auch viel Spielraum.“ Polly Polster

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