Hochbehälter

Für die nächsten 50 Jahre

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Gilching – Bei Außentemperaturen von 30 Grad und mehr im Schatten fühlte sich der Abstieg in Gilchings Unterwelt wie ein Wellness-Ausflug an. Besichtigt wurde am Dienstag das Trinkwasser-Reservoir im Hochbehälter II am Steinberg.

Anlass war der Abschluss einer aufwändigen Sanierung. „Hier wurde eine hervorragende Arbeit geleistet“, sagte Bürgermeister Manfred Walter. „Nun ist der Hochbehälter technisch wieder in einem erstklassigen Zustand und wird auf die nächsten 50 Jahre auch gesteigerten Ansprüchen Stand halten.“ Im Beisein von vier Kollegen aus der Gegend um den Chiemsee erläuterte Wassermeister Albert Pfannes, was alles gemacht wurde, um langfristig die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser zu gewährleisten. „Wir hatten bei einer Überprüfung unserer Einrichtungen festgestellt, dass die 25 Jahre alte Kunststoff-Beschichtung leider schadhaft war“, erklärte Pfannes. „Eine Erneuerung war unausweichlich.“ Nachdem der Gemeinderat der 350.000 Euro teuren Maßnahme zugestimmt, wurde Mitte April mit der Sanierung begonnen. Um die alte Beschichtung bis auf den letzten Millimeter zu entfernen, wurde sie im Wasserstrahlverfahren mit einem Druck von immerhin 2.000 bar abgetragen. „Der TÜV hat dann festgestellt, dass die Grundsubstanz in hervorragendem Zustand ist und nur eine neue Beschichtung notwendig wird“, betonte der Wassermeister. Auf Kunststoffzusätze wurde nun gänzlich verzichtet. Stattdessen verwendete das beauftrage Fachunternehmen für die Instandhaltung von Trinkwasserbehältern, die Wiedemann und Sohn GmbH, als Material den rein mineralischen, anorganischen Spritzmörtel von Korodur, der sich aus Zement und Sand zusammensetzt. Stolz zeigte sich Pfannes darauf, „dass sowohl der Zeitrahmen wie auch die finanziellen Vorgaben komplett eingehalten wurden. Trotz einiger zusätzlicher Mehrarbeiten blieben wir in im Rahmen“, sagte Pfannes. Bis Ende Juli ist das Projekt komplett abgeschlossen, so dass der Behälter wieder gefüllt werden kann. Er fasst insgesamt 3.000 Kubikmeter Trinkwasser. Das Volumen im nur wenigen Metern entfernten Hochbehälter I liegt bei 1.500 Kubikmeter. „Dieser Hochbehälter ist in einwandfreiem Zustand und muss nicht saniert werden“, sagte Pfannes. pop

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