Großes Lob vom Rathauschef

Es geht in großen Schritten voran: Das neue Jugendzentrum am Nepomukweg in Starnberg ist von außen praktisch so gut wie fertig - nun wird fleißig im Inneren weiter gewerkelt. Schließlich soll alles bis Ende Februar 2010 fertig sein. Der Betrieb selbst startet nach den Osterferien im nächsten Jahr. Die offizielle Eröffnung sowie die große Einweihungsparty ist dann für April geplant.

Bei einem Baustellenrundgang in der vergangenen Woche mit Architekt Marco Goetz konnte sich Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger gemeinsam mit der JUZ-Leiterin Natacha Koske und ihrer Mitarbeiterin Michaela Nemeth sowie Gisela Gundlach vom Stadtbauamt schon einmal ein Bild vom Baufortschritt im Inneren des dreiteiligen Komplexes mit Innenhof machen. „Ganz toll“, kommentierte der Rathauschef die neuen Räume und hatte nur ein Problem, „dass ich schon so alt bin“. Dennoch gib es auch für Nicht-Jugendliche gute Chancen, das neue Jugendzentrum als Besucher nutzen zu können. Schließlich könnten dort auch Veranstaltungen wie Theater oder Konzerte für Ältere stattfinden, konstatierte Pfaffinger. In dem dreiteiligen U-Gebäudekomplex mit Innenhof entsteht ein geräumiges Cafe mit großen Schiebefenstern zur überdachten Terrasse, in die auch ein offener Feuerplatz integriert wurde. Gleich nebenan ist durch eine Glaswand vom Cafe getrennt der große „Multifunktionsraum“ mit Bühne und Kletterwand, der laut Architekt Goetz sowohl für Konzerte als auch für Theater und Sport-Events genutzt werden kann. Erstmals wird es im neuen JUZ auch Workshop-Räume, sowie ein Mädchenzimmer und einen geräumigen Band-Übungsraum geben. Massive Holzplatten mit bis zu 20 Zentimeter Dicke sorgen für das Einhalten nicht nur des Schallschutzes, sondern auch für die Dichtigkeit des Baus. Überhaupt ist das neue JUZ sehr ökologisch: Es besteht bis auf den Sockel und ein paar Stützen ganz aus Holz und hat ein begrüntes Flachdach. Die „Blower-Door-Tests“ nach dem Einbau von Fenster und Türen bestätigten eine hervorragende Dichtigkeit (also kein Wärmeverlust). Aktuell beginnen nun gerade die Vorarbeiten für den Heizestrich der Fußbodenheizung. Die Wärme kommt vom Blockheizkraftwerk des Wasserparks. Ein „Heizungskeller“ braucht man deswegen nicht. „Das war aufgrund des schwierigen Baugrunds zu vermeiden“, erklärte Marco Goetz. Neben der Verwaltung des Jugendzentrums ist zusätzlich auch der Kreisjugendring in dem Gebäude untergebracht. Insgesamt hat das neue Jugendzentrum - ein 2,97 Millionen Euro-Projekt - eine Geschoßfläche von 1.023 Quadratmeter (5.073 Quadratmeter Rauminhalt).

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