Gruber weiter an BGH-Spitze

Christiane Gruber führt für weitere drei Jahre die Bürgergemeinschaft Herrsching an. Bei der Mitgliederversammlung im „Seehof“ wurde sie ohne Gegenstimme wiedergewählt – wie auch alle übrigen Vorstandsmitglieder. Lediglich Delia Rösel hat sich nicht mehr für das Amt der Schriftführerin zur Verfügung gestellt. Für sie zog Christine Metsch in die Vorstandschaft ein.

Christiane Gruber, die auch Sprecherin der Gemeinderatsfraktion ist, wird wie in den vergangenen drei Jahren von Jörg Tempel als Stellvertreter unterstützt. Als Kassier fungiert unverändert Gerhard Hundhammer. Die neue Schriftführerin Christine Metsch ist in Herrsching vor allem als Sprecherin der Bürgerinitiative „Freunde des Seewinkels“ bekannt. Nach ihrer Wahl zum ersten Vorstand der Freie-Wähler-Organisation vor drei Jahren habe es eine Reihe „unangenehmer Entscheidungen“ gegeben, schilderte Gruber die vergangene Zeit. Vor allem aber der Ausgang des Bürgerentscheids im Herbst 2006 um die Skateranlage am See sei für sie und viele Mitstreiter, in erster Linie aber für die Jugendlichen, sehr ernüchternd gewesen. „Da hat bereits der Kommunalwahlkampf begonnen“, fasste Gruber die „emotional aufgeladene“ Stimmung von damals zusammen. Was folgte, war der schmerzhafte Verlust des Bürgermeisteramtes von Christine Hollacher, die am 2. März 2007 abgewählt wurde. Der Ausgang des Bürgerentscheids bei der Park and Ride-Anlage sei nur eine logische Konsequenz gewesen, so Gruber weiter. Die vom jetzigen Bürgermeister Christian Schiller viel beschworene Unabhängigkeit und Transparenz sei diesem mittlerweile völlig abhanden gekommen. Als Beispiel nannte Gruber aktuell den neuen Flächennutzungsplan, in dem plötzlich Straßen wie die umstrittene und im aktuellen Bebauungsplan nicht vorgesehene Verbindung zwischen dem Gewerbegebiet und der Seefelder Straße auftauchen. „Das Problem ist, wenn die Straße mal fünf Jahre eingezeichnet bleibt, gehen viele davon aus, dass die Rechtens sei“, kritisierte Christine Hollacher. Weiterer Nebeneffekt: Die Grundstücke gewinnen deutlich an Wert, schließlich scheint die Kommune für dieses Gebiet etwas zu planen. „Das ist aber nicht Aufgabe einer Gemeinde.“ Überhaupt weist für Christine Hollacher der Flächennutzungsplan „einige handwerkliche Fehler“ auf. Nach dem Feuerwehr-Neubau wird der Gemeinderat als nächstes die Rathaus-Erweiterung in Angriff nehmen müssen. Auch die Zukunft des Bahnhofs ist für die Bürgergemeinschaft eine Herzensangelegenheit, der Gemeinderat diskutierte bereits am Montag einen entsprechenden Antrag der Gruppierung. Weiterer Dauerbrenner bleibt auch für die Herrschinger der Flughafen Oberpaffenhofen und das weitere Vorgehen der betroffenen Kommunen nach dem jüngsten Urteil. Wenig hält man bei der Bürgergemeinschaft von den Umzugswünschen der Rewe-Markt-Betreiber nach Lochschwab. Weiter vorantreiben will man ein Verkehrskonzept für Herrsching sowie die Idee von einer eigenen, kommunalen Stromversorgung.

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