Grundschule: Gemeinderat votiert für einen Neubau

Wörthsee bekommt eine neue Grundschule mit einfachTurnhalle und Kindertagesstätte. Dies beschloss der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen während einer Sondersitzung Mitte November. Wie berichtet standen vier Varianten zur Diskussion, auf deren Grundlage über einen Abriss oder Sanierung entschieden werden soll. Die Entscheidung fiel nun zugunsten eines Neubaus plus Kindertagesstätte und Einfachturnhalle. Kosten rund 7,17 Millionen Euro.

Angesichts des Kostenvolumens lehnte der Rat den Bau einer 2,5-fach Turnhalle ab. Dieser hätte die Haushaltskasse um weitere 2,5 Millionen Euro belastet. Eine außerordentliche Sitzung wurde deshalb einberufen, da seitens der Gemeinderäte Klärungsbedarf bestand bezüglich Finanzierung, Durchgangsstraße, Jugendhaus, Hausmeisterhaus, Vereinssport, alternative Sanierungsmöglichkeiten, Turnhalle und Erweiterungsmöglichkeiten der Schule. Was die Finanzierung betrifft, so ist geplant von den insgesamt fünf Millionen Euro Rücklage drei zu entnehmen, der Rest wird finanziert. Die dauernde Leistungsfähigkeit der Gemeinde sei durch die Kreditaufnahme in der Höhe gewährleistet, äußerte Rathauschef Peter Flach zwei Tage zuvor auf der Bürgerversammlung. In die Finanzierung mit einfließen soll auch der Erlös durch den geplanten Verkauf von Grundstücken im Schulbereich. Nachdem alle von den Fraktionen schriftlich eingereichten Fragen besprochen und geklärt wurden, sprachen sich die Räte bis auf Edgar Pflaum und Martin Schmötzl (beide CSU) für einen Neubau aus. Leicht machte sich der Rat die Entscheidung nicht und wägte alle Vor- und Nachteile einer Generalsanierung ab. Diese wäre letztlich sehr aufwendig und teurer als ein Neubau. Wie schon die Rektorin Andrea Torggler bei der Bürgerversammlung bemerkte, können die Schüler bei einem Neubau das alte Schulgebäude verlassen und ins neue einziehen. Ein Umzug in Container bleibt ihnen somit erspart. Um ihr Jugendhaus müssen sich die Jugendlichen auch keine Sorgen machen. „Entweder es bleibt an Ort und Stelle oder wird an einem anderen Platz errichtet. Auch die Schützen lassen wir nicht auf der Straße stehen“, so Flach. Nächster Schritt ist die Abwicklung der Ausschreibung durch eine Kanzlei. „Bei diesen Summen werden wir wahrscheinlich europaweit ausschreiben müssen“, sagte Flach.

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