Grundschule Herrsching

"Hurle"-Haus weicht Schulerweiterung

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Herrsching – Die Mittel- und Grundschule Herrschings, die Christian-Morgenstern-Volksschule, braucht mehr Platz. Das Warum veranschaulichte an der jüngsten Gemeinderatsitzung Schulleiter Florian Thurmair.

Für das kommende Schuljahr liegen bereits 13 zusätzliche Anmeldungen vor, so der Schulleiter. In der Summe sind es somit 636 Kinder, die 2016/2017 im Martinsweg betreut werden. Ein Andrang, dem das Schulgebäude nicht gewachsen ist. „Die Mittelschule Herrsching ist auch für die Beschulung aller Kinder und Jugendlichen aus den Gemeinden Seefeld, Andechs, Wörthsee und Inning zuständig.“ Somit sind auch die asylsuchenden Jugendlichen der betreffenden Kommunen dort untergebracht. Um Platz zu schaffen, wurde bereits ein Gruppenraum zum Klassenzimmer umfunktioniert, zwei weitere plus der Physikraum sollen den Raumbedarf in Zukunft abdecken. Der Grund für die steigenden Schülerzahlen sind einerseits die Flüchtlingskinder und -jugendlichen, zum anderen die vielen Anmeldungen, die eine zusätzliche erste Klasse erforderlich machen. Auch der Trend zur Nachmittagsbetreuung braucht Platz. „Bei 140 Kindern in der Mensa herrscht dann das absolute Chaos“, so der Schulleiter. Einstimmig sprach sich das Gremium für die Erweiterung aus. Die offizielle Schulerweiterung sieht laut Bürgermeister Christian Schiller vor, auf dem anliegenden Gemeindegrundstück anzubauen. Das Problem ist, dass hier aktuell im sogenannten Hurle-Haus 15 Obdachlose leben. „Für sie müssten wir eine andere Lösung finden.“ Eine andere Möglichkeit sprach Christiane Gruber (Bürgergemeinschaft) an. Sie wollte wissen, wie es denn um die Bausubstanz zum eventuellen Aufstocken stehe. „Das wäre für mich die plausibelste Version.“ Und drittens könnte der Container, in dem momentan zwei Klassen untergebracht sind, mit einem festen, größeren Gebäude ersetzt werden. Schwer umsetzbar, ermahnte Verwaltungsfachwirt Guido Finster, denn die vom Freistaat bezuschussten Räume seien 24 Jahre zweckgebunden. „Das müssen wir alles gegenrechnen“, betonte der Rathauschef. Mit der Zustimmung kommt der Stein jetzt ins Rollen: Eine Prognose ermittelt den Raumbedarf, danach muss das Bauvorhaben genehmigt und Fördergelder beantragt werden. Wie der Bau bezahlt werden soll, steht auf einem anderen Blatt. „Es handelt sich um eine siebenstellige Summe plus X“, prophezeite Rathauschef Schiller in der Sitzung. M. Kirner

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