Halbes Jahr auf Probe

Seit Anfang Oktober ist er im Dienst – der so lang erwartete Bürgerbus, der Herrsching mit den Ortsteilen Breitbrunn, Widdersberg, Wartaweil und Lochschwab verbindet. Bürgermeister Christian Schiller sprach denn auch bei der Inbetriebnahme der neuen Linie von einem „Meilenstein“ für die Bevölkerung: „Die Orte waren noch nie so gut angebunden wie heute.“

Elf Fahrten sind es unter der Woche, drei an den Wochenenden. Tour 1 führt den 18-Sitzer von Busunternehmer Fritz Hiller vom Bahnhof über die Rieder Straße und Lochschwab nach Breitbrunn, wo es drei Haltestellen gibt: Bucher Weg, die Post sowie die Neue Siedlung Winkelweg. Zurück geht es dann über Lochschwab, die Hechendorfer- und Rieder Straße über die Gewerbe- und Heinestraße zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof Herrsching. Diese Verbindung gibt’s um 13.40 Uhr sowie um 16.40 um 18.40 und um 20.40 Uhr. Vom Bahnhof nach Widdersberg und zurück ist als Tour 2 im Flyer vermerkt, der bereits im Vorfeld an alle Haushalte verteilt wurde und – wer vielleicht übersehen wurde – diesen auch im Rathaus bekommt. Sie führt jeweils um 14.20, 16, 18 und 20 Uhr über die Fischergasse, Seefelderstraße, Pilsenseestraße und in Widdersberg über die Burgstraße, den Kirchplatz zum Gemeindehaus. Zurück zum Bahnhof geht es dann über die Burgstraße, die Seefelderstraße, den Mitterweg und die Gewerbestraße. Wer nach Wartaweil möchte, gelangt mit der Tour 3 dorthin. Jeweils um 15, 17.20 und 19.20 Uhr fährt der Bus vom Bahnhof aus über die See- und Panoramastraße zum Schullandheim und weiter zur Bund-Naturschutz-Begegnungsstätte nach Wartaweil. Dort werden die Edelweißstraße, die Weihersenke, die Mühlfelderstraße, der Mitterweg und die Gewerbestraße angefahren bevor es wieder zurück zum Bahnhof geht. Am Wochenende fährt der Bürgerbus dreimal die Tour 4 (10, 16 und 20 Uhr). Die Route ist eine Kombination aus den Touren 1 bis 3. Die kürzeste Tour dauert mit zwölf Kilometern 25 Minuten und die längste am Wochenende 66 Minuten für 34 Kilometer. Der Bürgerbus fährt ergänzend zu den Linienbussen 950 und 951 (Starnberg), 953 (Weßling), 957 (Inning) und 9653 (Weilheim) und hält an deren bestehenden Haltestellen. Diese wurden wiederum entsprechend gekennzeichnet. Die Gemeinde Herrsching führt den Betrieb erst einmal für ein halbes Jahr auf Probe. Kostenpunkt: 20.000 Euro, die im laufenden Haushalt eingestellt sind. Bewährt sich der Bürgerbus und wird gut angenommen, dann kann sich der Gemeinderat auch einen längerfristigen Betrieb vorstellen. Die Kosten würden dann allerdings auf rund 70.000 Euro pro Jahr steigen. Busunternehmer Fritz Hiller denkt schon weiter. Ist der Einsatz in Herrsching erfolgreich, kann er sich einen ähnliches Konzept auch für Andechs und Frieding vorstellen. Etwas komplizierter wird es bei den Tickets. Die Streifenkarte gilt im Bus nicht, dafür ist der Fahrpreis sehr günstig: Erwachsene zahlen einen Euro pro Fahrt, Kinder ab sieben Jahren, Jugendliche, Auszubildende und Studenten lediglich 50 Cent.

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