Hangar-World

Mit dem Zeppelin in die Lüfte

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Landkreis – Die Gemeinden Gauting und Gilching haben sich nach dem Aldi-Desaster wieder angenähert. Wie berichtet, hatte Gilching die Ansiedlung des Aldi-Logistikzentrums gegen den Willen von Gauting verhindert. Nun soll gemeinsam eine multimediale Wissens-Welt namens „HANGARWORLD“ als interkommunales Projekt gestemmt werden.

„Man muss nur wollen und daran glauben, dann wird es gelingen“, ein Statement, das Ferdinand Graf von Zeppelin (1838 – 1917) nicht nur so dahinsagte, sondern für sich auch in Anspruch nahm. Der Luftschiffpionier ging trotz vieler Unkenrufer seinen Weg und war mit der Entwicklung des Zeppelins seiner Zeit weit voraus. Beharrlichkeit war auch eine Eigenschaft, die Claude Dornier auszeichnete. Seine ersten Sporen wiederum verdiente sich der Gründer der Dornier-Werke in Oberpfaffenhofen als Konstrukteur bei Ferdinand von Zeppelin in Friedrichshafen. Die Geschichte der beiden Luftfahrtpioniere soll unter anderem Herzstück von „HANGAWORLD“ werden. Geplant sind unter anderem Lernbereiche, Sport- und Spielstätten, Pioniergaragen für Start-Ups und als besonderes Highlight ein Zeppelin, der sechsmal täglich zu Rundflügen über dem Fünfseenland einlädt. Bei der Präsentation des 50-Millionen-Vorhabens waren die jeweiligen Bürgermeister und Gemeinderäte der beiden Gemeinden Gauting und Gilching eingeladen, die dem Projekt durchaus eine reelle Chance einräumten.

Angrenzend an den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen soll, so die Idee der Initiatoren, eine weltweit einzigartige Wissens- und Lernwelt mit Hotel und Gastronomie entstehen. Bei einer gemeinsamen Präsentation gab es laut Pressemitteilung beider Kommunen sowohl seitens der Gemeinderäte – bis auf die Gilchinger Grünen – wie auch der Bürgermeister Brigitte Kössinger (Gauting) und Manfred Walter (Gilching) positive Rückmeldung. Man stehe zwar ganz am Anfang, doch aus der Idee könnte ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Landkreis werden, erklärte Ekkehard Fabian von Asto-Park in Gilching auf Anfrage. Sein Team steht den Initiatoren von „Hangarworld“ als Berater und Unterstützer zur Seite. Bei der gemeinsamen Präsentation in den Räumen von Aero-Bildung betonte Hangarworld-Chefin Arantxa Dörrié, erklärtes Ziel des einzigartigen Leuchtturmprojekts sei eine Anknüpfung an die 80-Jährige Dornier-Geschichte. „Mit einer multimedialen Lern- und Erlebniswelt über Luftfahrt-Pioniere und Visionen des digitalen Zeitalters als Herzstück des Projekts soll spielerisches Lernen in den Mittelpunkt gestellt werden.“ Weiter geplant sind ein Kongresshotel, gastronomische Angebote und als Publikumsmagnet Rundflüge im Zeppelin über das Fünfseenland und München, sagte die Ex-Mitarbeiterin der Zeppelin GmbH. Integriert werden sollen außerdem Veranstalter und Unternehmen, den die Möglichkeit gegeben wird, die modern ausgestatteten Räume für Tagungen und Kongresse anzumieten. Ein weiteres Highlight seien Themenzimmer, schwärmte Dörriè, die Besucher zum Verweilen einladen. Augenmerk werde außerdem auf ein sorgsame und nachhaltige Standortentwicklung gelegt, bei dem ökologische Kriterien im Vordergrund stehen. Unter anderem ist geplant, 80 Prozent der favorisierten Fläche baulich nicht anzutasten, sondern landschaftsgärtnerisch aufzuwerten. Als Eckdaten gab Dörriè an: 600 Besucher täglich für die Wissens- und Lernwelt. Außerdem täglich sechs Flüche an 200 Tagen im Jahr mit dem Zeppelin mit insgesamt 84 Passagieren pro Tag. Die Investitionssumme gab Dörriè mit 50 Millionen Euro an. Außerdem sollen 200 Arbeitsplätze neu am Standort entstehen. Weitere Infos zum Projekt unter www.hangarworld.de. pop

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