Harmonische Bürgerversammlung im Inninger Haus der Vereine / Rund 100 Besucher

So gut wie keine Kritik gab es auf der Bürgerversammlung im Haus der Vereine in Inning. Mit lediglich drei Anfragen gaben sich die Bürger zufrieden.

„Und, wie viele Besucher schätzen Sie?“, sagte Innings Geschäftsstellenleiter Günter Gebauer, nachdem ihm die Unterschriftenliste vorlag. 80? 90? Nein, genau 100 Bürger hörten sich den ausführlichen Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Werner Röslmair an. Die Pro-Kopf-Verschuldung gab der Rathauschef mit 420 Euro an. „Das klingt im Moment nicht gut, wenn wir aber die vermögensbildenden Maßnahmen heraus nehmen, sind wir bei rund 188 Euro Pro-Kopf-Verschuldung. Ein Wert, so niedrig, wie lange nicht mehr.“ Röslmair warnte gleichzeitig vor neuen Schulden. „Wir müssen sehr, sehr sorgfältig abwägen“, sagte er. Denn ein Kredit laufe in der Regel mindestens 20 Jahre. „Das ist eine verdammt lange Zeit.“ Positives hatte er hinsichtlich der vor einem Jahr signalisierten Wasserpreis-Erhöhung zu berichten. Vor Übernahme des Wasserwerks durch die AWA in Herrsching hatte ein unabhängiges Institut errechnet, dass eine Preissteigerung unausweichlich ist. Doch der Schritt musste nicht vollzogen werden, was laut Röslmair an der „sehr positiven Abwicklung“ der Geschäfte durch die AWA liegt. Sorgen bereitet Röslmair das Missverhältnis zwischen den Gewerbesteuereinnahmen (1,3 Millionen Euro) und den Zuweisungen aus der Einkommenssteuer (2,4 Millionen Euro). „Normalerweise sind die Einnahmen aus dem Gewerbe höher als die Einkommensteuer. Oder zumindest gleich hoch. In Inning ist es umgekehrt.“ Da auch in der Ammerseegemeinde eine zunehmende Überalterung der Bevölkerung herrscht, befürchtet Röslmair zwangsweise einen Rückgang der Einkommenssteuer bei gleichzeitigem Anstieg der sozialen Aufgaben. „Eine fatale Situation, die nur in den Griff zu bekommen ist, wenn wir zukunftsweisend denken und über die Kirchturmpolitik hinaus zu schauen. Wir laufen sonst der Zukunft hinterher und die Verlierer werden die Generationen nach uns sein.“ Seiner Meinung nach sei „das interkommunale Gewerbegebiet die einzige Chance, als Gemeinde auch künftig lebensfähig zu bleiben“. In Punkto geplanter Friedwald bei Bachern erklärte der Rathauschef, dass der Antrag derzeit im Landrat und bei der Regierung von Oberbayer zur Überprüfung liegt. „Wir müssen sehr genau prüfen. Ich denke aber, die Form der Bestattung wird sich durchsetzen.“ Nach dem Rechenschaftsbericht kamen die Bürger zu Wort. Doch bis auf zwei Fragen nach der Zukunft des alten Fußballplatzes und wo man die Pläne für die geplante Westumgehung einsehen kann, zeigten sich die Bürger zufrieden. Alfred Schilling hatte zudem angeregt, eine Vorrichtung für Außen-Lautsprecher an der Kirche anzubringen. „Bei Trauerfeiern stehen viele Besucher vor der Kirche und bekommen nicht mit, was drinnen über den Verstorbenen gesagt wird.“

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