Hauptstraße Weßling

Suche nach einer pfiffigen Lösung

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Weßling – Der Bau der Umgehung geht voran und der Fertigstellung zum Jahresende scheint nichts im Wege zu stehen. Gebaut wurde sie, um die Blechlawinen aus Weßling heraus zu bekommen.

Sie soll entlasten – und das ist gar nicht so einfach und beschäftigt den Gemeinderat zum wiederholten Mal. In der jüngsten Sitzung stand das Thema gleich drei Mal auf der Tagesordnung. Diesmal drehte es sich um die Hauptstraße und Grünsinker Straße sowie um die Planung verkehrsberuhigender Maßnahmen und Umbauten. Die Umwidmung und Rückgabe geht in der Regel mit einer Pflichtsanierung einher – oder einem Geldbetrag. Hinsichtlich der geplanten verkehrsberuhigenden Maßnahmen ist der Obolus in Augen des Gemeinderats die attraktivere Variante. Die Entscheidung wurde trotzdem vertagt, denn nicht nur Michael Sturm (Freie Wähler) sprach sich dagegen aus. „Wenn wir einen Beschluss haben, dann ist das verbindlich“, betonte Sturm. Die genaue Höhe des Betrags ist aber noch nicht festgelegt. „Wenn es jetzt heißt, wir kriegen einen Euro, dann ist es besser, wir lassen die Hauptstraße sanieren.“ Der Vizebürgermeister schlug vor, sich erst nach der Begehung mit dem Straßenbauamt und einer Fachkraft festzulegen. Schließlich könnte auch die Entwässerung finanziell ins Gewicht schlagen. Momentan leitet die umzuwidmende Staatsstraße das Oberflächenwasser noch in den Schmutzwasserkanal. Anno dazumal war das so üblich. Heute müsste das Wasser separat abgeleitet und gereinigt werden. Ob oder ob nicht im Zuge des Umbaus eine neue Entwässerung gefordert ist, muss noch geklärt werden. Das könnte nicht mit unerheblichen Kosten einhergehen, erinnerte Günther Wieczorek (SPD) an die diesbezüglichen Baumaßnahmen in Hochstadt. Bevor allerdings das erste Baufahrzeug anrollt, muss die Straße vermessen werden. „Es könnte ja sein, dass ein Teil des Bürgersteigs auf Privatgrund liegt – oder umgekehrt“, verdeutlichte Bürgermeister Michael Muther. Mögliche Kosten: 15.000 Euro. Ein Betrag, den das Straßenbauamt im Falle einer Nichtsanierung übernehmen sollte, forderte Andreas Lechermann (CSU). Auch die offizielle Verkehrszählung vor Fertigstellung der Umfahrung und danach kostet Geld. „Die brauchen wir, wenn wir Tempo 30 und ein Durchfahrverbot von Lastwagen erwirken wollen“, so Roland von Rebay (CSU). Denn nach Lust und Laune kann auch eine Gemeindestraße nicht beruhigt werden. Unkomplizierter ist da die Grünsinker Straße, die zum Feldweg mit einem geteerten Fahrradstreifen zurückgebaut wird. Damit Fahrzeugführer gar nicht erst auf die Idee kommen, ihren Weg über die Schotterstraße abzukürzen, räumt eine elektrisch betriebene Schranke an der neuen Staatsstraße letzte Unklarheiten über die Wahl des Weges aus. Allerdings nicht solarbetrieben. „Bei beispielsweise drei Wochen Nebel bleibt die sonst geschlossen“, so der Rathauschef. Und landwirtschaftliche Fahrzeuge müssen ja weiterhin dort entlangfahren. Am heutigen Mittwoch stecken die Mitwirkenden des Arbeitskreises erst einmal die Köpfe zusammen und suchen in Sachen Verkehrsberuhigung nach pfiffigen und – realisierbaren –Lösungen. mk

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