Das "Haus am Pilsensee" baut an und wird modernisiert

Das „Haus am Pilsensee“ in Widdersberg wächst. Heuer kommen 14 weitere vollstationäre Pflegeplätze zu den bereits 17 bestehenden hinzu. Dazu wird das Haus erweitert und modernisiert. Der Kreistag billigte den Antrag auf Erweiterung in seiner Jahresabschlusssitzung ohne große Diskussion – allein schon um den Fehlbedarf an Pflegeplätzen entgegenzuwirken. Der Ausbau wird vom Landkreis mit 321.300 Euro gefördert.

Während in anderen Gebieten im Landkreis die Versorgungslage mit vollstationären Pflegeplätzen – etwa für an Demenz erkrankte Patienten – gut aussieht, fehlen in der „Versorgungsregion II“ im Westen (zwischen Gilching und Herrsching) gleich 49 an der Zahl. Wie berichtet, will die STEMAG, die das 1997 errichtete „Haus am Pilsensee“ betreibt, um 14 Plätze erweitern. Durch die geplante Modernisierung und Erweiterung wird laut STEMAG eine angenehmere Wohnqualität geschaffen, außerdem wird das Erdgeschoß des Altbaus umfassend umgestaltet. Zugleich entsteht mit dem Anbau von 250 Quadratmeter Fläche ein größerer Wohn- und Nutzbereich, ebenso ein großzügiger Eingangsbereich mit Sitzecken, und auch der Aufenthaltsraum wird deutlich erweitert. Darüber hinaus wird ein zusätzlicher Therapiebereich geschaffen. Für die Pflegekräfte gibt‘s einen neuen „Stützpunkt“ mit Sichtkontakt auf Flur und Aufenthaltsraum. Die nicht mehr zeitgemäßen zwei Dreibettzimmer im Erd- und Obergeschoß des Altbaus werden im Rahmen der Modernisierung in Doppelzimmer umgewandelt. Von den 14 neuen Pflegeplätzen werden sechs barrierefrei und Rollstuhl gerecht mit vier entsprechenden Bädern eingerichtet. Das „Haus am Pilsensee“ wird nach Abschluss der Arbeiten von derzeit 395 auf 775 Quadratmeter gewachsen sein. Laut Kreiskämmerin Eva John sind im Haushalt 2009 bereits 256.500 Euro eingestellt, die fehlenden 64.800 Euro sind im Haushalt 2010 enthalten. Während sich CSU-Kreisrat Robert Brack für eine Art „Vorbelegungsrecht“ für Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis-Westen interessierte, monierte Peter Unger (Grüne) wie bereits in den Ausschüssen die problematische Anbindung an das ÖPNV-Netz. Woraufhin Christine Hollacher (Freie Wähler) für den erst kürzlich in Herrsching eingeführten Bürgerbus die Werbetrommel rührte: „Vielleicht sieht der Landkreis ja eine Möglichkeit, unseren Bürgerbus zu unterstützen.“

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