Große Anteilnahme

Beerdigung von Heinrich Will folgten 500 Trauer-Gäste

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Gilching – Rund 500 Menschen, darunter etliche Fahnenabordnungen, nahmen am Mittwoch Abschied von Heinrich Will.

Wie berichtet, war der ehemalige CSU-Bürgermeister und einziger Ehrenbürger der Gemeinde Gilching im Alter von 77 Jahren verstorben. Kurz vor seinem Tode hatte Will noch verfügt, wer auf seiner Beerdigung reden darf und wer nicht. Die letzten Monate seines arbeitsreichen Lebens waren alles andere als wünschenswert. Weil sich Heinrich Will für die Ansiedlung des Aldi-Logistikzentrums, wie viele andere auch, eingesetzt hatte, wurde er von den Gegnern dieses Projekts öffentlich denunziert. Dass darunter langjährige Freunde waren, war für den Verstorbene nicht mehr nachvollziehbar. In seiner Trauerrede fand der ehemalige Hörfunkdirektor der Bayerischen Rundfunks deshalb auch kritische Worte für die Menschen, die Heinrich Will wegen seines Einsatzes „weit unter Gürtellinie“ angegriffen hatten. Emrich erinnerte gleichzeitig an seine Laudatio, die er 2002 anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde für Heinrich Will gehalten hatte. Thema: „Politisch Lied ein garstig Lied.“ Zu seinen treuen Freunden zählte auch Landrat Karl Roth, der in seiner Trauerrede Will als Menschen bezeichnete, dem „Polemik oder parteitaktische Manöver“ fremd gewesen seien. „Innerhalb der Fraktion war er sehr führungsstark und sein Wort hatte Gewicht. Als Fraktionssprecher habe ich ihn als sehr menschlich im Umgang mit allen Kreistagskolleginnen und Kollegen erlebt. Er wird vielen Menschen fehlen, auch uns.“ Bürgermeister Manfred Walter würdigte ebenfalls die Lebensleistung des Verstorbenen, die nie auf einen persönlichen Vorteil gerichtet war, sondern stets das Wohl der Menschen zum Ziel hatte. „Wir nehmen heute nicht nur Abschied von einem herausragenden Politiker und gesell- schaftlichen Motor unserer Gemeinde. Wir nehmen Abschied von einem besonderen Menschen mit großer Persönlichkeit und großem Charisma“, sagte Walter. Fast mochte man meinen, Heinrich Will habe nicht nur die Redner ausgesucht, sondern wollte den Trauergästen auch noch ein bisschen Spaß vermitteln. Auf dem hoch gelegenen Friedhof stürmte es derart, so dass nicht nur die Feuer-Pylonen an der Aussegnungshalle umstürzten. Es flogen auch rund 30 Hüte und Mützen quer durch die Gräberreihen. pop

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