Hohe Beteiligung

Ein barrierefreier Zugang zum See, die Gestaltung des Seeufers sowie sichere Geh- und Radwege haben sich bei der Fragebogenaktion von Stadtplanungsreferentin Iris Ziebart als Favoriten der Starnberger herauskristallisiert. Ebenso, dass beim Thema Verkehr alle Möglichkeiten einer Entlastung konsequent verfolgt werden sollen. Ausgewertet wurden insgesamt 848 Fragebögen.

„Es war keine geringe Arbeit, aber gut, dass ich sie gemacht habe, da ein eindeutiger Trend zu sehen ist, der wichtig für den Stadtentwicklungsprozess ist“, sagte Ziebart bei der Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen eines Pressegesprächs. Wie berichtet hatten die Bürger der Kreisstadt vom 22. Oktober bis 13. November die Gelegenheit, sich per Fragebogen zu Themen wie „Entlastung aller innerstädtischen Straßen vom Verkehr“, „Ortsbild öffentlicher Raum“ oder „Attraktive Angebot des ÖPNV“ zu äußern. Letzteres stieß jedoch nur auf geringes Interesse. „Es hat mich vom Stuhl gehauen, dass sich so viele enthalten haben“, so Ziebart und fragt sich: „Spielt Bus und Bahn für die Starnberger keine Rolle?“ Insgesamt 46 Prozent aller Befragten machten zu diesem Punkt keine Angaben, die meisten Enthaltungen gab es in der Altersgruppe der 30- bis 60-Jährigen. Allerdings gaben 79 Prozent an, mehr zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nutzen, wenn die Geh- und Radwege sicherer wären. Was die Entlastung der innerstädtischen Straßen betrifft bevorzugen nur 25 Prozent aller Befragten den Tunnel. 38 Prozent sprachen sich für die Westumfahrung und 37 Prozent für die Nordostumfahrung aus. Hier lag die Beteilgung bei 90 Prozent. Klare Präferenzen gibt es hingegen beim Thema „Ortsbild öffentlicher Raum“ und dabei verkehrsberuhigte Einkaufs- und Aufenthaltsbereiche. Ganz vorne liegt hier der Banhofsplatz, gefolgt von der Wittelsbacher- und der Ludwigstraße. Weniger Handlungsbedarf sehen die Starnberger was die Hauptstraße betrifft. Ein großes Anliegen ist den Bürgern die Entwicklung des Uferbereichs. Für 85 Prozent (nur 0,6 Prozent Enthaltungen) aller Befragten ist er als Standortvorteil sehr wichtig beziehungsweise wichtig. Ebenso wie die direkte Verbindung (79 Prozent) und der barrierefreie Zugang zum See (86 Prozent). Zudem wird die unterirdische Verlegung der Bahn von knapp zwei Dritteln der Befragten im Vergleich zur aufgesänderten Bahn oder der oberirdischen Lage mit tiefen Unterführungen bevorzugt. Insgesamt konstatierte Ziebart ein großes Interesse der Bürger an der Stadtentwicklung und freute sich über die hohe Beteiligung trotz kurzer Befragungszeit. Es seien klare Schwerpunkte erkennbar, was den Bürger beschäftige. „Ich hoffe, dass dies aufgenommen wird in den Stadtentwicklungsprozess.“ Die gesamte Präsentation kann im Internet unter www.zukunft-starnberg.de herunter geladen werden.

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