Lob für Kreisverband Starnberg

Ilse Aigner kritisiert Geschwätzigkeit

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Andechs – Wäre CSU-Bundesministerin Ilse Aigner zur Disposition als Direktkandidatin für die Landtagswahl 2013 gestanden, keiner der anderen Bewerber hätte eine Chance gehabt.

Aigner erhielt für ihre launige Rede anhaltenden Beifall und Standing Ovations am Samstag im Klostergasthof in Andechs.

Von ihrem schweren Entschluss, der Bundespolitik Ade zu sagen, erzählte Aigner aber auch von ihrer Sorge, dass es mit der CSU in Bayern gerade nicht zum Besten stehe. Deshalb werde ihr Engagement auch mehr in der Heimat als in fernen Ländern („diese Woche war ich in Japan, gestern in Moskau und nächste Woche bin ich wieder in Brüssel“) gebraucht. „Auch wenn es mir schwer fällt, habe ich mir gesagt, nächstes Jahr Bayerischer Landtag. Da stehen entscheidende Wahlen für die CSU an. Ich habe mir mal die Zahlen der letzten Jahre genau angeschaut. Wir waren 2003 bei 2,2 Millionen Stimmen für die CSU in Oberbayern. Bei der letzten Wahl waren wir bei 1,3 Millionen. Das ist keine Prozentzahl, sondern die nackte Zahl der Stimmen.“ Nun stehe sie in der Verantwortung, auch als Bezirksvorsitzende, „mein Gewicht, zumindest mein politisches Gewicht“ in die Waagschale zu schmeißen.    

Die Bundesministerin gab auch offen zu, dass sie sich über die Geschwätzigkeit von einigen Mitgliedern aus den eigenen Reihen ärgere. So sei früher als ihr lieb gewesen ist, bekannt geworden, dass sie als Nachfolger für ihr Bundestagsmandat den CSU-Landtagsabgeordneten Alexander Radwan vorschlägt. „Aber wie es halt so ist. Sobald es zwei oder drei Leute wissen, steht es auch schon in der Presse bevor ich es den Delegierten und dem Bezirksvorstand Oberbayern mitteilen konnte.“ Aigner erinnerte auch daran, dass sie ebenfalls in Andechs vom CSU-Kreisverband Starnberg als „junge Frau, jetzt bin ich a bißl nicht mehr ganz so jung“ bei ihrer ersten Kandidatur für den Landtag vor vielen Jahren volle Unterstützung erhalten hat. „Dies werde ich auch nie vergessen“, versprach Aigner. Gerührt von anhaltendem Applaus und Standing Ovations flossen letztendlich sogar ein paar Tränen. „Ich bin einfach nur gerührt und kann nicht anders“, sagte die weltweit gereiste Bundesministerin für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Ernährung. Die Rede Aigners gibt es unter www.kommunalwahl-starnberg.de. pop 

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