Innovationsmesse Starnberg 

InnoSTA: Region noch mehr positionieren

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Starnberg – Nirgendwo sonst im Landkreis Starnberg kann man an einem einzigen Standort so schnell in Kontakt mit vielen verschiedenen kleinen und großen Unternehmen treten und ganz zwanglos mit den ins Gespräch kommen.

Gemeint ist die „Innovationsmesse innoSTA“, die am vergangenen Wochenende zum achten Mal im Landratsamt Starnberg stattfand. Über 75 Aussteller informierten über ihre Produkte beziehungsweise Arbeit und verdeutlichten, welches ungeheure Innovations-Potential eigentlich in dem Wirtschaftsstandort Fünf-Seen-Land steckt. Neben produzierendem Gewerbe, Hotel- und Gastronomie sowie Handwerksbetrieben und Dienstleistern hatten erneut auch viele international agierende Unternehmen - darunter eine hohe Quote an Patentträgern - einen Stand auf der zweitägigen Messe wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Zum ersten Mal mit dabei war das Gilchinger Unternehmen „Torqueedo“, das mit seinen sauberen Elektro-Außenbodern die Nummer Eins weltweit ist. Bereits am ersten Tag wurde der Torqueeedo-Stand von Jugendlichen von Vorabgangsklassen belagert, die im Rahmen der Meet & Greet Veranstaltung mit auszubildenden Unternehmen ins Gespräch kommen konnten. Rund 350 Schüler nutzten die Gelegenheit,um sich live über die verschiedenen Berufe zu informieren. Manche hatten einen ganzen schriftlichen Fragenkatalog dabei, um nur ja nichts Wichtiges zu vergessen. Im Rahmen der messebegleitenden Vortragsreihe stellte Referent Alois Dorfner von „brand:trust“ in seinem Vortrag die provokative Frage „Die Marke Starnberger Fünf-Seen-Land - ein ungeschliffener Diamant?“. Dabei hatte sich im Vorfeld der Gewerbemesse ein 20-köpfgiges Projekt-Team unter Leitung von Dorfner und Regionalmanagerin Verena Papke mit dieser Frage auseinander gesetzt. Fazit: Die Region hat zwar viel zu bieten, doch bisher fehlt eine eindeutige und klare Positionierung. Anders als beispielsweise in Südtirol, bei der die Region als Marke gemeinsam nach außen kommuniziert wird, wissen viele Menschen von außerhalb immer noch nicht, dass der Landkreis Starnberg mehr ist als eine schöne Seen-Landschaft mit gastronomischen Betrieben - und eine große Dichte an innovativen internationalen Unternehmen hier ansässig sind - trotz der immer wieder in der Presse veröffentlichten guten Rankingplätze. „Wie soll die Fachkraft aus Hamburg wissen, dass man hier Arbeitsplätze findet, wenn man uns nur mit Glanz, Glamour und Luxus verbindet?“ machte Verena Papke klar. Die Botschaft müsse deshalb sein: Da es dem Starnberger Fünf-Seen-Land als vielseitige Wohn- und Wirtschaftsregion mit einer Fülle an Spitzenleistungen in Premium-Qualität nicht gelungen ist aus dieser beachtlichen Substanz eine attraktive Marke zu formen, die Menschen von überall sofort mit der Region und ihrer Vielfalt verbinden, ist Handlungsbedarf dringend gegeben. Dafür müssten alle an einem Strang ziehen - Politik und Wirtschaft ebenso wie Verwaltung und Tourismus. Allerdings machte Dorfner auch klar, dass der Prozess zur Marke lange dauert und viel Geld kostet. Doch er war überzeugt, dass sich dieses Engagement im Gegensatz zu den vielen kleinen Marketingmaßnahmen, die jeder nur für sich und seine Branche umsetzt, langfristig lohnen wird. Andrea Jaksch

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