Investoren gesucht

Immer dann, wenn es zu Weihnachten, Ostern oder auch Pfingsten aufeinander folgende Feiertage gibt, sitzen die Fans unvergessener UFA-Stars vor dem Fernsehen und freuen sich über deren Auftritte. In über 70 Filmen zu sehen ist Paul Klinger, mit bürgerlichen Namen Klinksik. Die bekanntesten Streifen sind wohl die Mädels vom Immenhof und weitere Folgen, Tim Frazer, Rosen-Resli, Pünktchen und Anton, Zirkus Renz und Sebastian Kneipp.

„Schon damals wurde unser Familienname immer falsch geschrieben. Deshalb legte sich mein Vater den Künstlernamen Klinger zu“, erzählt Michael Klinksik aus Söcking. Der Sohn aus Paul Klingers zweiter Ehe mit der Schauspielerin Karin Andersen wohnt heute zusammen mit seiner Mutter, Ehefrau Gabriele und den zwei Söhnen in dem Haus, in dem sein Vater einst gelebt und gearbeitet hatte. Paul Klinger, der 1971 an einem Herzinfarkt starb, liegt auf dem Friedhof in Söcking begraben. Da bekanntlich der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, ist auch Sohn Michael Klinksik in die Fußstapfen seines Vaters getreten. „Obwohl ich bis zu meinem 20. Geburtstag nichts mit dem Thema Film zu tun haben wollte“, räumt der 51-jährige Autor, Filmemacher und Regisseur ein. Gleichwohl er mehr hinter als vor der Kamera steht, übt die Filmerei eine magische Faszination auf ihn aus. „Bilder sagen oft mehr als viele Worte“, weiß Klinksik. Seine bisherigen Aktivitäten können sich durchaus sehen lassen. Zwischen 1992 und 2000 drehte er über 50 Filme für den Südwestfunk. Einen Film über seinen berühmten Vater drehte er anlässlich des 100. Geburtstags im Jahr 2007, zu dem auch eine Briefmarke erschien, die Paul Klinger in einer Szene aus dem Film „Hengst Maestoso Austria“ zeigt. Für sein Drehbuch über den Gilchinger Hochstapler Franz Tausend bekam Michael Klinksik außerdem den Filmförderpreis. Bekanntlich hat Tausend Anfang der 30er Jahre unter anderem dem Nazi-Adel untergejubelt, in seinem Gilchinger Labor chemisch Gold herstellen zu können. Weshalb er reichlich Finanziers, unter anderem auch die Unternehmen Mannesmann und Krupp, fand. „Das Drehbuch steht. Wir bräuchten lediglich einen Investor, dann könnten wir schon morgen mit den Filmaufnahmen beginnen“, betont Klinksik. Ein weiteres Produkt, an dem er gerade arbeitet, ist ein informatives und auch fröhliches Heimatbuch mit kulinarischem Hintergrund. Unter www.kulinarisches-heimatbuch.de sind im Internet historische Geschichten aus dem Landkreis Starnberg nachzulesen, die laut Klinksik alle im weitesten Sinne etwas mit Essen und Trinken zu tun haben. „Es ist ein Buch, das ständig wächst. Deshalb gibt es auch laufend neue Geschichten. Viele Erzählungen werden außerdem von Zeitzeugen beigesteuert. Wir freuen uns über jeden Beitrag.“ Näheres dazu gibt es unter www.null-problem.de.

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