Jahresbilanz der Integrationshilfe für ausländische Kinder & Jugendliche

Die Integrationshilfe für ausländische Kinder und Jugendliche in Gilching ist seit 20 Jahren erfolgreich. Laut Jahresbericht wurden heuer 71 Kinder betreut. Weil es eine lange Warteliste gibt, wurden die Gruppen aufgestockt.

„Ein aufregendes und arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns. Das vergangene Schuljahr stand ganz im Zeichen unseres 20-Jährigen Jubiläums“, sagt Elke Dietrich, stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Neben der Vorbereitung zu den Festivitäten musste auch die „normale Betreuungsarbeit“ in den Gruppen wie gewohnt weiterlaufen. Insgesamt wurden 51 Schulkinder unter anderem aus Afghanistan, dem Kosovo, China, Armenien, Iran und der Türkei, von Montag bis Donnerstag in Räumen der Hauptschule betreut. Dazu kamen 20 Buben und Mädchen in den jeweiligen Kindergärten. Da die Warteliste länger war, als Kinder aufgenommen werden konnten, wurde im Oktober eine weitere Gruppe eröffnet, erklärt Dietrich. Da dazu auch eine zusätzliche Kraft nötig war, mussten erst einmal die finanziellen Möglichkeiten abgeklopft werden. „Aufgrund der verlässlichen finanziellen Förderung durch die Gemeinde, durch das Bayerische Sozialministerium und der Spenden konnten wir diesen Schritt wagen.“ Vermehrt sei in jüngster Zeit auch das Jugendamt auf die Einrichtung zugekommen. „Die Mitarbeiter haben uns gebeten, von ihnen betreute Kinder in unseren Gruppen mit aufzunehmen. Im Rahmen dessen, was wir leisten können, wollen wir das gerne tun.“ Zur täglichen pädagogischen und administrativen Arbeit gehören auch Fortbildungsmaßnahmen, machte Dietrich aufmerksam. Um mehr über das Thema Gewalt in der Familie zu erfahren, es habe da einen konkreten Grund gegeben, wurde unter anderem die Beratungsstelle des Kinderschutzbundes in München aufgesucht. Dazu habe eine zweitägige Fortbildung zum Thema interkulturelle Elternarbeit viel gebracht. „Neben vielen anderen Punkten lernte ich, wie wichtig der persönliche Kontakt zu unseren Eltern ist. Wie oft erreiche ich mit einem Brief überhaupt nichts, während im direkten Gespräch vieles möglich ist.“ Der Verein zählt 60 Mitglieder, 40 ehrenamtliche, einen hauptamtlichen und vier geringfügig verdienende Mitarbeiter. Alle geleisteten Stunden zusammen gezählt ergibt die stolze Zahl von 4.920 Stunden.

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