James-Krüss-Grundschule

"Ich bin so froh, dass es vorbei ist"

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Gilching – Pünktlich zum Schulbeginn wurde das Gerüst an der James-Krüss-Grundschule abgebaut. Damit soll auch ein jahrelanger Streit um die Schadensfrage der Vergangenheit angehören. Wie berichtet, tauchten bereits zwei Jahre nach Eröffnung massive Schäden an der Fassade auf.

Die ersten Risse am Mauerwerk gab es bereits zwei Jahre nach Einweihung der Schule im September 2005. Zudem blätterte der Putz ab. Nach Expertenmeinung wurde während der Bauphase dem Mauerwerk nicht ausreichend Zeit gelassen, auszutrocknen. Eine erste Sanierung, die unter Gewährleistung fiel, hielt nur zwei Jahre lang. 2009 tauchten erneut Risse auf und auch der Putz blätterte wieder. CSU-Gemeinderätin Dorothea Heutelbach sprach damals aus, was im Gemeinderat allgemein für Kritik sorgte: „Wir haben extra einen Projektsteuerer und einen Bauleiter eingesetzt, damit wir nicht mit bösen Überraschungen rechnen müssen. Das hat sich leider nicht bewährt.“ Seit 2009 wurde nun vor Gericht gestritten, wer letztendlich für den Schaden verantwortlich gemacht werden muss. Wegen dem Beweissicherungsverfahren durfte die Fassade auch nicht provisorisch instandgesetzt werden. Die Folge war, dass sich der desolate Zustand über die Jahre zusehends verschlechterte. Erst im Frühjahr dieses Jahres kam es zum Vergleich. „Den Hauptteil der Kosten teilen sich alle am Bau beteiligen Firmen auf“, erklärte Bürgermeister Manfred Walter auf Anfrage. Die Instandsetzung der maroden Fassade dauerte gut vier Monate. Während dieser Zeit war das Gebäude komplett eingerüstet. Mit Fertigstellung der Sanierungsarbeiten wurde am Freitag als letzter Akt einer unendlichen Geschichte das Gerüst wieder abgebaut. Abschließend hat sich das Hausmeister-Ehepaar Conchi und Arthur Berger für die am Bau beteiligten Arbeiter eine Überraschung einfallen lassen. „Wir haben schon während der Bauzeit die Arbeiter, die tolles gleistet haben, mit Kaffee und Kuchen und Brotzeit versorgt“, erzählt Conchi Berger. Ehemann Arthur hielt, bevor es ans Feiern ging, kurz Rückblick: „Es war schon eine Mords Sauerei, als die alte Fassade abgetragen wurde. Außerdem entstanden unter anderem durch das Dämmmaterial gewaltige Müllberge, die von den Firmen entsorgt werden mussten.“ Berger versicherte aber auch, dass keinerlei Sondermüll darunter war. Für den Rathauschef, der aus Zeitgründen an dem Grillfest nicht teilnehmen konnte, ist der Fall nun abgeschlossen. „Ich bin so froh, dass es vorbei ist. Wir haben viele Jahre lang wegen der Klärung der Schuldfrage jede Menge Zeit und auch Geld investiert. Jetzt hoffe ich, dass die Fassade den üblichen Anforderungen standhält und wir die nächsten Jahre Ruhe haben.“ pop

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