Jobs in familiärer Atmosphäre

Das Haus liegt etwas versteckt in einem großen, halb verwilderten Garten. Die Wiese müsste mal gemäht, die großen Büsche geschnitten und das Obst von den Bäumen gepflückt werden. Ein schöner Arbeitsplatz für einen handwerklich begabten Hobbygärtner.

Ein paar Schritte über originell gestaltete Bodenplatten führen auf die Veranda mit großem Tisch und Stühlen, ein hübscher Platz zum Kaffee trinken, Plaudern und Ausruhen. Von da geht es direkt hinein in die Kunsthandwerkstatt. Hier regieren Farben, Pinsel, kunterbunte und vielfältige Materialien, aus denen all die schönen Dinge gefertigt werden, die uns auf Stadtfesten und bald auch auf Advents- und Weihnachtsmärkten Freude machen. Die Menschen, die hier arbeiten, sind für den regulären Arbeitsmarkt nicht mehr gesund genug. Hier können sie mit fachmännischer Hilfe ganz individuell auf ihre Neigungen und ihr Leistungsvermögen abgestimmte Aufgaben übernehmen und erhalten dafür bis zu 100 Euro im Monat zusätzlich zu ihren sonstigen Bezügen. Stefan Hof-Adlon vom Betreuungsverein Starnberg-Landberg e.V. in Weßling betreut das Zuverdienstprojekt „Kunsthandwerkstatt“ für psychisch- und/oder suchtkranke Menschen: „Im Vordergrund steht der sinnvoll strukturierte Tagesablauf, die Akzeptanz und Einhalten von verbindlichen Zusagen und natürlich der Spaß an der Arbeit.“ Die Gestaltung der Arbeitsplätze ist sehr individuell. „Das reicht von kreativen Bereichen wie Seidenmalerei oder Filzarbeiten bis zu Tätigkeiten am Computer oder handwerkliche Arbeiten im Haus oder Garten“, erklärt Brigitte Trüssel, die als Diplom- und Sozialpädagogin für die Betreuung zuständig ist. Erwartet wird keine Perfektion, dafür aber Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Die Fünf-Tage-Woche beginnt morgens um 9 Uhr bis 12 Uhr, ab Oktober wird eine zweite Schicht von 12 bis 15 Uhr angeboten. „Wer sich fünf Tage Arbeit in der Woche nicht zutraut, kann auch auf zwei oder drei Tage reduzieren, aber die einmal getroffene Vereinbarung muss dann auch eingehalten werden“, so Sozialpädagoge Hof-Adlon. Vom S-Bahnhof Weßling sind es zu Fuß zirka zehn Minuten bis zum Kunsthandwerkshaus. Je nach Absprache kann auch ein Abholdienst organisiert werden. Das Angebot richtet sich an psychisch- oder suchtkranke Menschen, die selbstständig leben, ambulant betreut werden oder in einer betreuten Wohngemeinschaft leben. Sie sollten voll erwerbsgemindert sein, Leistungen nach SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, oder Rente wegen voller Erwerbsminderung) beziehen, fachärztlich bescheinigt unter psychischer- und/oder Suchterkrankung leiden beziehungsweise ein Schwerbehindertenausweis vorliegen. „Wir sind bei Formalitäten gern behilflich“, verspricht Hof-Adlon. Interessenten wenden sicahh an den Verein für Betreuungen in Weßling unter der Telefonnummer 08153/931512.

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