Kampf gegen Altlasten

Mit Nachdruck setzte Bürgermeister Manfred Walter beim Straßenbauamt die Ampel an der Kreuzung Landsberger-/Römerstraße durch. Foto: Polster

Ein schweres Erbe hat Manfred Walter angetreten, als er vor drei Jahren die Bürgermeisterwahl in Gilching gewann. Viele Altlasten mussten und müssen erst noch aufgearbeitet werden. Dennoch zog der Rathauschef auf der Spd-Versammlung positive Halbzeitbilanz. 

Falsch verbuchte Einnahmen von rund 550.000 Euro, ebenso falsch berechnete Bescheide für die Wassererschließung und die Mißachtung von Prüfungberichten der kommunalen Aufsichtsbehörde unter Bürgermeister Thomas Reich sind nur einige der Altlasten, die es aufzuarbeiten gilt. „Die erste Halbzeit ist geprägt gewesen von großen Anstrengungen, Versäumnisse Schritt für zu Schritt zu beseitigen", sagte SPD-Fraktionssprecher Michael Rappenglück. „Was sich zum Positiven im Gemeinderat geändert hat, ist der Umgangsstil und die Diskussionskultur. Sie kann aber noch um einiges verbessert werden", hofft Rappenglück. Unter anderem sprach er sich gegen Schaufensteranträge aus, die oft gestellt würden und zu nichts führten. „Wir überlegen uns sehr genau vorher, was Sinn macht und was sich auch umsetzen lässt. Erst dann stellen wir gezielt einen Antrag.“ Die Bilanz kann sich sehen lassen. Innerhalb von drei Jahren wurden der Kreisel am Gewerbegebiet Süd verwirklicht, die Rathaus-Turnhalle von Grund auf saniert und die lange geforderte und unter Reich vom Straßenbauamt verweigerte Ampellösung an der Kreuzung Landsberger- und Römerstraße umgesetzt. Diese Ampel hat sich bewährt. Besonders für die Schulkinder ist der Übergang nun sicherer geworden", freut sich Bürgermeister Manfred Walter. Nach einem halben Jahr Probezeit soll sie nun für immer den Verkehr regeln.  Des Weiteren wurden sämtliche Vorarbeiten für das Planfeststellungsverfahren Westumgehung erledigt. „Bis zum Feststellungsbeschluss wird es bis zu eineinhalb Jahre dauern“, stellte Walter fest. Danach kommt es darauf an, ob gegen die Straße geklagt wird oder ob sie zügig gebaut werden kann. Innerhalb des Verfahrens soll auch das noch fehlende Grundstück erworben werden. Da die Regierung von Oberbayern Verfahrensträger ist, liegt die Grundstücksverhandlung künftig in deren Verantwortung. „Einen unheimlicher Druck gibt es in Gilching auf Bauland“, erklärte Walter. War noch vor wenigen Jahren ein Grundstück für Wohnbebauung zu einem Quadratmeterpreis von 450 Euro erhältlich, müsse der Interessent heute über 700 Euro hinlegen. Deshalb sei die innerörtliche Verdichtung dringend notwendig. Seine Hoffnung richtet sich dahingehend, dass man sich doch noch mit den 42 Grundstücksbesitzern der Gilchinger Glatze einigen und mit der geplanten Bebauung beginnen könne. „Die Verhandlungen waren ja bisher gescheitert. Wobei es nie um Geld sondern um rechtliche Dinge gegangen ist.“ 

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