Für Radfahrer und Fußgänger Lebensgefährlich

Jais-Antrag auf der Tagesordnung

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Im Minuten-Takt begegnen sich die Lkws auf der Weßlinger Straße. Weshalb es für Radfahrer und Fußgänger immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt.

Gilching – Für viel Wirbel sorgt in Gilching der Ausgang des Bürgerentscheids Westumgehung. Verärgert ist unter anderem Gottfried Jais jun. Für ihn bleibt nun die dicht befahrene Weßlingerstraße weiterhin ein Gefahrenpotential für Radfahrer und Fußgänger.

Wie berichtet, forderte die Gilchinger „Bürgerinitiative für sichere Rad- und Fußwege“, bestehend aus dem ADFC, den Grünen, der ödp und dem Bund Naturschutz, zusätzlich zu den sechs vorgesehene Unterführungen auf einer Strecke von 4,5 Kilometern drei weitere Bauwerke. Wobei immer wieder betont wurde, dass explizit am Talbauernweg diese zusätzliche Unterführung notwendig sei, um an den Badesee zu kommen. Eine Argumentation, die bei Badeseebesitzer Gottfried Jais jun. für Verärgerung sorgt. „Wenn es um den Kiesabbau geht, sind es die gleichen Leute, die uns ständig dafür in die Pfanne hauen. Beim Bürgerentscheid haben sie meinen See herangezogen, um ihn als Begründung für einen zusätzlichen Radweg für Badegäste zu missbrauchen. Wenn es denn sein muss, könnte ich den See auch wieder für die Öffentlichkeit dicht machen.“ Jais kritisiert aber grundsätzlich, dass mit dem Ausgang des Bürgerentscheids die Westumgehung auf unbestimmte Zeit verzögert wird. Wie berichtet, ist die relativ schmale und mit Schlaglöchern übersäte Weßlinger Straße, auf der künftig die Westumgehung verlaufen soll, seit Jahren Kritikpunkt vieler Spaziergänger, Radfahrer und auch der Kiesgrubenbesitzer. „Begegnen sich dort zwei Lastwagen, muss einer auf das unbefestigte Bankett ausweichen“, moniert Jais. Dadurch würden nicht nur Radfahrer und Spaziergänger an den Rand gedrängt. „Durch das Abgleiten der Laster auf das lose Bankett heftet sich auch das Erdreich an den Reifen fest, das sich dann beim Weiterfahren auf der Straße wieder löst“, so Jais. Deshalb sei die Weßlinger Straße auch ständig massiv verdreckt. „Die Firma Skokanitsch und wir kritisieren diesen Zustand seit Jahren. Wir wurden aber schon unter Bürgermeister Thomas Reich immer wieder auf den Bau der Umgehungsstraße vertröstet.“ Dass sie jetzt wieder auf die lange Bank geschoben wird, sei unverständlich und auch nicht hinnehmbar, sagt Jais. Deshalb habe er an die Gemeinde geschrieben und gefordert, die Weßlinger Straße vorübergehend provisorisch auszubauen und um mindestens einen Meter zu verbreitern. „Wir hatten ja schon mal angeboten, dies auf eigene Kosten zu veranlassen. Doch dies ist leider rechtlich nicht möglich, da es sich um eine Gemeindestraße handelt und wir daraus bei eventuellen Bauprojekten einen Vorteil ableiten könnten“, erklärt Jais. Deshalb sei nun die Gemeinde aufgerufen, das nötige Geld für die provisorische Sanierung zu investieren. Bürgermeister Manfred Walter will den Jais-Antrag in der nächsten Ratssitzung auf die Tagesordnung setzen. pop

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