Kindertageseinrichtung

"Strammer Fahrplan" bis Dezember

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Tutzing – „Handwerk und Bauherr, beide wendig, fortschrittlich und doch bodenständig – wer diesem Fundament vertraut, der hat auf keinen Sand gebaut; der ist mit uns heut’riesig stolz. Hoch lebe die Kinderkrippe aus Holz!“

Zimmermeister Florian Höberl vom Marktoberndorfer Zimmereibetrieb Hubert Schmid brachte mit seinem Richtfestspruch für die Kindertagesstätten an der Traubinger Straße 67 zum Ausdruck, dass man auf das in knapp fünf Monaten Geleistete auf allen Seiten wirklich stolz sein darf. „Vor etwa einem Jahr sind wir im Rathaus gesessen und haben uns dazu entschlossen, beide Kindergärten als Bauherr selber zu tragen“, erinnerte Bürgermeister Rudolf Krug, „und zur Zeit sind wir auch noch im Budget.“ Der auf zirka 2,4 Millionen Euro Gesamtkosten (1,76 Millionen Förderung, 520.000 Euro Gemeindeanteil) veranschlagte Bau an der Traubinger Straße muss allerdings bis zum 31. Dezember dieses Jahres beide Bauabschnitte beendet haben, um die vom Freistaat gesetzten Förderfristen einzuhalten: „Strammer Fahrplan“, meinte Krug beim Richtfest und bedankte sich bei Handwer-kern und dem Architekten Matthias Kruppa dafür, dass zumindest bislang buchstäblich alles „im Rahmen“ geblieben ist. „Der spart noch mehr als ich!“, sagte der Rathauschef anerkennend und lobte das Projekt als „Aushängeschild“ der Gemeinde. Obwohl sich Landrat Karl Roth persönlich für das Projekt (praktisch ein Neubau auf den Flächen der so genannten BRK-Alm) eingesetzt und eine Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet unterstützt hatte, war es Ende 2014 immer wieder zu Verzögerungen bei der konkreten Umsetzung dieses Vorhabens gekommen: „Zwischen Weihnachten und Neujahr mussten Herr Graetz und Herr Wolfert von der Verwaltung Sonderschichten einlegen, damit die Förderanträge rechtzeitig auf den Weg kamen“, berichtete Krug. Immer wieder neue Einwendungen und Auflagen verzögerten den Baubeginn bis Februar – umso größer das „Wunder“, schon jetzt Richtfest feiern zu können: Wie berichtet, sollen in dem Zwei-Flügel-Bau zwei Kindergartengruppen und zwei Hortgruppen des BRK sowie je eine des Waldorfkindergartens untergebracht werden – zusammen mit der Gemeinde zogen alle an einem Planungsstrang. „Wenn ihr so weiter macht, holen wir sogar die vertane Zeit wieder rein“, zeigte sich BRK-Kreisgeschäftsfüh-rer Jan Lang hocherfreut. Der „Waldorf“-Teil der Kindertagesstätte soll noch heuer sei-nen Betrieb aufnehmen können. Michael Spieker vom Trägerverein des Waldorf-Kinder-gartens lobte: „Hier arbeiten viele daran, etwas Gutes und Reiches zu schaffen.“ Dann gab es die Richtfest-Brotzeit. mps

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