Mit kleiner Bedingung

In ihren Ämtern bestätigt: (v.l.) Enrico Mollenhauer, Ulrike Soré, Michael Jakob, Ursula Braun, Gabi Huber, Thomas Jäger und Franz Czasny. Foto: Kirner

Die Organisation des  Marktsonntags in Herrsching soll laut Stephan Feneberg vom Gewerbeverband Herrsching künftig eine Agentur übernehmen. Gleiches gilt für die geplante Gewerbeschau im Mai. Auf der Jahresversammlung mit Neuwahlen wurde Feneberg in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt.

Eigentlich wollte Feneberg den ersten Vorsitz abgeben und sich in die zweite Reihe zurückziehen. Beruflich eingespannt fehle ihm die Zeit, sagte er im Gasthof zur Post in Herrsching. Im Übrigen monierte er, dass man ihn hinter seinem Rücken kritisiere. „Wenn jemand ein Problem mit mir hat, dann soll er es direkt und offen sagen“, machte er seinem Ärger Luft. Trotz diverser Unstimmigkeiten stellte er sich mangels eines geeigneten Nachfolgers bereit, erneut zu kandidieren. Als Bedingung setzte er durch, dass künftig eine Agentur beauftragt wird, organisatorische Aufgaben für den Marktsonntag und die Gewerbeschau zu übernehmen. „Die Agentur wird Geld kosten, aber sie bringt auch frischen Wind“, hofft Feneberg.  Laut Kassenbericht gibt es ein Plus von 2.500 Euro. Dazu kommen noch ausstehende Mitgliedsbeiträge.    Feneberg teilte außerdem bereits feststehende Termine mit. Am Freitag, 8. Juli, findet wie schon in den Vorjahren, das Kunst- und Kultur-Spektakel „Feuer und Flamme für Herrsching“ statt. Von 19 bis 23 Uhr werden Künstler in den jeweiligen Läden und Geschäften auftreten und für gute Unterhaltung sorgen. Für 25. September ist der traditionelle Marktsonntag geplant. Auf dem Terminplan steht nach vielen Jahren Pause eine Gewerbeschau. Am Wochenende, 7. und 8. Mai, sollen sich Herrschinger Gewerbetreibende gemeinsam vorstellen und ihre Produkte präsentieren. Geplant ist für die Präsentation ein Ausstellerzelt auf einer Wiese im Gewerbegebiet. Feneberg schätzt die Gesamtkosten auf rund 30.000 Euro. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag des Gewerbeverbands einen Zuschuss von 6.000 Euro genehmigt. Ärgerlich zeigte sich Feneberg über das ausführliche Prozedere. Knapp eine Stunde habe man diskutiert, bevor man sich auf den Betrag einigen konnte, erklärte er. „In Anbetracht von vier Millionen Euro Gewerbesteuer, die Herrschinger Betriebe an die Kommune abführen, ist das für mich nicht nachvollziehbar.“ Die Gesamtkosten abzüglich des Zuschusses und der Einnahmen werden auf die Aussteller umgelegt. Bislang gebe es laut Feneberg 40 Zusagen. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass noch weitere Anmeldungen dazu kommen. Unter der Leitung von Uwe Jennerwein, Geschäftsführer des  Bund der Selbständigen (BDS), fanden die Neuwahlen statt. Im Amt bestätigt wurde Feneberg. Weitere Mitglieder im Vorstand sind Ursula Braun (Stellvertreterin), Enrico Mollenhauer (Schriftführer) und Michael Jakob als Kassier. Beisitzer sind Ulrike Soré, Gabi Huber, Thomas Jäger und Franz Czasny. Die Kassenprüfung wird künftig extern an eine Bank oder einen Steuerberater vergeben.

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